leichtes Sturmboot-Kommando 911
leichte Sturmboot-Kompanie 911

 

Das Kommando wurde im April 1942 aus Teilen des Pionier-Lehr-Bataillons (sF) und des leichten Sturmboot-Kommandos 906 in Langenargen aufgestellt. Das für die Landung auf Malta bestimmte Kommando wurde Mitte Juni 1942 im Bahntransport nach Italien verlegt, das Unternehmen wurde jedoch abgeblasen. Am 21. Juli 1942 wurde das Kommando daraufhin für den Einsatz bei der 18. Armee im Nordabschnitt der Ostfront vorgesehen. Von Italien aus wurde es daraufhin im September 1942 über Deutschland und Litauen nach Narwa verlegt und dort dem Pionier-Regiments-Stab 770 für die geplante Eroberung Leningrads unterstellt. Anschließend betrieb das Kommando Ausbildungsdienst. Im Dezember 1942 wurde es dann nach Krems verlegt, nachdem die Eroberung Leningrads nicht stattfand. Im April 1943 verlegte das Kommando dann in den Raum Charkow-Poltawa, wo es dem XXXXVIII. Panzerkorps unterstellt wurde. Es folgten Einsätze zum Behelfsbrückenbau im rückwärtigen Gebiet und zur Brückensicherung am Donez. Ende Juli wurde das Kommando der 17. Armee zugeführt und verlegte nach Kertsch. Hier wurden Kommandos auf Fähren und Booten in die Straße von Kertsch abgestellt. Am 7. Oktober 1943 hatte es einen Bestand von 72 leichten Sturmbooten. Am 2. / 3. Oktober führte das Kommando letzte Rücklandungen über den Achtanisowsker Liman durch. Am 11. Oktober marschierte das Kommando zur Küstensicherung und zu Vorpostenaufgaben im Faulen Meer an die Nordküste der Krim, wo rumänische Truppen auf die Halbinsel Arabat übergesetzt und dort verpflegt werden. Im November 1943 wurden Winterquartiere in Wassilewka auf der Nordkrim bezogen. Ab dem 10. Januar 1944 unterstand es dem XXXXIX. Gebirgskorps. Am 9. April 1944 begann die russische Frühjahrsoffensive gegen die Krim. Am 13. April 1944 wurden die Führergruppe mit dem I. und III. Zug beim Durchbruch der Sowjets durch die Landenge von Perekop abgeschnitten, während der II. Zug sich von Perekop entlang der Westküste über See nach Sewastopol absetzen konnte, wo er am 16. April 1944 eintraf. Der I. und III. Zug zerstörte seine Boote und wurde anschließend fast vollständig aufgerieben. Die Kommandoreste wurden bei Sewastopol untergebracht und zu Transportaufgaben eingesetzt. Vom 5. - 12. Mai 1944 traten erneut schwere Verluste ein, als der Brückenkopf um Kap Chersonnes geräumt wurde. Bis zum 13. Mai erreichten noch 34 Soldaten Rumänien. Im Juni 1944 verlegte der Rest des Kommandos nach Weißenkirchen / Wachau, wo es als leichte Sturmboot-Kompanie 911 neu aufgestellt wurde. Mitte August 1944 verlegte die Kompanie per Bahn nach Arnheim. Im November 1944 wurde die Kompanie der 6. Panzerarmee unterstellt und nach Blankenheim in der Eifel verlegt. Während der Ardenneoffensive sollte die Kompanie Sturmlandungen über die Maas, den Albertkanal und die Schelde durchführen. Die Landungen wurden aber nicht durchgeführt. Die Kompanie marschierte an das Ostufer des Rheins bei Neuwied und führte hier Rücklandungen von Einheiten der 7. Armee über den Rhein südlich des US-Brückenkopfes östlich von Remagen durch. Am 21. März 1945 wurde die Kompanie durch amerikanische Einheiten zersprengt und zog sich bis nach Hamburg zurück, wo sie bis Kriegsende noch eingesetzt wurde.