Der Befehlshaber der Eisenbahneinheiten
Der General der Eisenbahntruppen

 

Trotz einiger Versuche, die vorhandenen und neu aufgestellten Eisenbahneinheiten bei Kriegsbeginn innerhalb der Pioniertruppe zu belassen, gelang es dem Chef des Transportwesens, sie sich direkt zu unterstellen. Zur Wahrung der Belange dieser Truppe wurde gleichzeitig ein eigener Waffenvorgesetzter der Eisenbahntruppen mit Stab beim Transportchef geschaffen, der Befehlshaber der Eisenbahneinheiten. Dem Befehlshaber der Eisenbahntruppen waren anfangs alle für den Bau und Betrieb von Vollbahnen, Feldbahnen und Seilbahnen aufgestellten Heerestruppen unterstellt, deren oberster Waffenvorgesetzter er mit den Befugnissen eines Infanteriekommandeurs sein sollte. Dem Chef des Transportwesens direkt unterstellt, hatte er er den Einsatz seiner Formationen im einzelnen verantwortlich zu leiten, deren Ausstattung mit Personal und gerät zu regeln, Vorschläge für Bauten im Front- und besetzten gebiet zu machen und die eventuell möglich werdende Unterstützung seiner Tätigkeit durch Privatfirmen und anderer Hilfskräfte zu veranlassen. Die Aufgabenstellung unterschied sich vom Chef des Transportwesens dadurch, dass diesem der Einsatz der Truppe "im Großen" oblag, während der Befehlshaber der Eisenbahneinheiten den Einsatz der Truppe "im Einzelnen" durchführte. Die Stellung des Befehlshaber der Eisenbahneinheiten hatte zudem die Besonderheit, dass er als einziger Waffengeneral nicht dem OKH direkt unterstand, sondern dass der Chef des Transportwesens zwischen geschaltet war. Zum Jahreswechsel wurde der Befehlshaber in General der Eisenbahntruppen umbenannt.

 

Befehlshaber:

Generalleutnant Will