V. SS-Gebirgs-Korps
V. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Korps

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Das Generalkommando des V. SS-Gebirgs-Korps wurde am 1. Juli 1943 in Berlin aufgestellt. Die Aufstellung der Korpstruppen erfolgte auf dem Truppenübungsplatz Milowitz bei Prag. Im Oktober 1943 wurde das Korps nach Bosnien verlegt, wo es der 2. Panzerarmee unterstellt wurde. Das Korps wurde vorrangig für Operationen gegen die Tito-Partisanen eingesetzt. Der Korps-Gefechtsstand befand sich in Mostar. Im März 1944 wurde es in V. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Korps umbenannt. Infolge der Belgrader Operation der Roten Armee musste sich das Korps Ende 1944 aus Bosnien zurückziehen. Dabei unterstand es zeitweise der Heeresgruppe E. Im Februar 1945 wurde das V. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Korps, nachdem die Rote Armee in der Weichsel-Oder-Operation auf breiter Front die deutsche Ostfront durchbrochen hatte, in den Raum Frankfurt (Oder)/Guben verlegt, wo es der 9. Armee der Heeresgruppe Weichsel unterstellt wurde. Nach der Schlacht um die Seelower Höhen im April geriet das Korps in den Kessel von Halbe, von wo sich nur noch Teile nach Westen durchschlagen konnten, um sich bei Tangermünde in amerikanische Gefangenschaft zu begeben. Der Großteil der Verbände des Korps wurden bei Halbe vernichtet.

1943

Datum Armee Heeresgruppe Ort
September BdE   Mostar
Oktober 2. Panzerarmee F Mostar

 

1944

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Januar 2. Panzerarmee F Mostar
Dezember HGr. E F Mostar

 

1945

Datum Armee Heeresgruppe Ort
Januar HGr. E F Mostar
Februar 9. Armee Weichsel Oder

 

2. Kommandeure:

21. April 1943 SS-Obergruppenführer Arthur Phleps

21. September 1944 SS-Brigadeführer Karl Ritter von Oberkamp i.V.

1. Oktober 1944 SS-Obergruppenführer Friedrich-Wilhelm Krüger

1. März 1945 SS-Obergruppenführer Friedrich Jeckeln

 

3. Gliederung:

a) Korpstruppen

Artillerie-Kommandeur V. SS-Gebirgskorps

SS-Nachrichten-Abteilung 105

SS-Aufklärungs-Abteilung 105

Ss-Panzer-Abteilung 105

SS-Sturmgeschütz-Abteilung 105

SS-Artillerie-Abteilung 105

SS-Flak-Abteilung 105

SS-Werfer-Abteilung 105

SS-Sanitäts-Abteilung 105

SS-Nachschubtruppen 105

SS-Sturmbataillon V (ab April 1945)

SS-Sturmgeschütz-Abteilung "Skanderbeg" (ab April 1945)

 

b) unterstellte Divisionen

26. Dezember 1943: 7. SS-Gebirgs-Division "Prinz Eugen", 181. Infanterie-Division, 369. Infanterie-Division, 118. Jäger-Division, 1. Gebirgs-Division

16. September 1944: 7. SS-Gebirgs-Division "Prinz Eugen", 118. Jäger-Division, 369. Infanterie-Division, 13. SS-Gebirgs-Polizei-Regiment 18

1. März 1945: Divisionsstab z.b.V. 391, 32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division, Divisions-Stab Regemer, Festung Frankfurt

 

1. August 1944

unterstellte Divisionen Heerestruppenteile Korpstruppen
7. SS-Gebirgs-Division "Prinz Eugen"

369. Infanterie-Division

118. Jäger-Division

13. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Handschar" (kroatische Nr. 1)
(taktisch dem XXI. Gebirgs-Armeekorps unterstellt.)

21. Waffen-Gebirgs-Division der SS "Skanderbeg" (albanische Nr. 1)
(in Umgliederung auf Waffen-Gebirgs-Division der SS)

Kroatische Jäger-Brigade 1

Kroatische Gebirgs-Brigade 2

SS-Panzer-Abteilung 105

SS-Aufklärungs-Abteilung 105

XIX. / Festungs-Bataillon 999

SS-Flak-Abteilung 505

SS-Artillerie-Abteilung 105

Artillerie-Regiments-Stab 649
Artillerie-Abteilung 622
Artillerie-Abteilung 949

Festungspionierstab 33
Landesschützen-Bau-Bataillon 7

Artillerie-Kommandeur V. SS-Gebirgskorps

SS-Nachrichten-Abteilung 105

Korps-Kartenstelle 405

SS-Kriegsberichterzug 105

SS-Feldpostamt 105

SS-Feldgendarmerie-Trupp b (mot.) 105

SS-Sanitäts-Abteilung 105

SS-Nachschubtruppen 105

 

4. Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die Landstreitkräfte 1–5. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1973
National Archives and Records Administration, Signatur T 78 Roll 410
Franz Schraml: Kriegsschauplatz Kroatien. Kurt Vowinckel Verlag, Neckargemünd 1962