6. (Preuß.) Reiter-Regiment
Reiter-Regiment Schwedt
Reiter-Regiment 6

Kavallerie-Regiment 6

 

Feldpostnummern: Für das Regiment wurden keine Feldpostnummern vergeben, da vor Kriegsbeginn aufgelöst.

Das Reiter-Regiment 6 wurde am 29. März 1920 im Wehrkreis II aufgestellt. Das Regiment ist hervorgegangen aus den Resten der 6 zum Teil ältesten Kavallerie-Regimenter der alten preußischen Armee:
- 1. Brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 2
- Grenadier-Regiment zu Pferde Freiherr von Derfflinger (Neumärkisches) Nr. 3
- Kürassier-Regiment Königin (Pommersches) Nr. 2
- 2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9
- Dragoner-Regiment von Arnim (2. Brandenburgisches) Nr. 12
- Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 6."
Das Regiment wurde mit der Aufstellung der 1. Kavallerie-Division unterstellt. Auch bei der Bildung des 100.000 Mannes der Reichswehr blieb das Regiment weiter dieser Division unterstellt. Der Regimentsstab war mit der 1. und 5. Eskadron in Pasewalk, im Wehrkreis II, stationiert. Die 3. und 6. Eskadron vom Regiment waren dagegen in Demmin, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert. Die 2. und 4. Eskadron vom Regiment waren in Schwedt an der Oder, ebenfalls Wehrkreis II, stationiert. Aufgrund des Wehrgesetzes vom 23. März 1921 §14 Absatz 2 wurde das Regiment dann zum 6. (Preußisches) Reiter-Regiment umbenannt. Das Regiment blieb weiter der 1. Kavallerie-Division unterstellt. Ebenfalls 1921 wurde die 5. Eskadron zur Ausbildungs-Eskadron umbenannt.
Die Traditionsträgerschaft im Regiment war dann bis zur Erweiterung der Reichswehr wie folgt verteilt:
1. Eskadron: Pommersches Kürassier-Regiment „Königin“ Nr. 2
2. Eskadron: 1. Brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 2
3. Eskadron: Neumärkisches Grenadier-Regiment zu Pferde "Freiherr von Derfflinger" Nr.3
4. Eskadron: Jäger-Regiment zu Pferde Nr. 6
Ausbildungs-Eskadron: 2. Brandenburgisches Dragoner-Regiment „von Arnim“ Nr. 12
6. Eskadron: 2. Pommersches Ulanen-Regiment Nr. 9

Ab 1925/26 trugen sowohl die 2. als auch die 4. Eskadron die Tradition vom 1. Brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 2. Ab 1927/28 trug General der Kavallerie a.D. Maximilian von Poseck die Uniform des Regiments mit den Generalsabzeichen. 1934 verlegte das Regiment nach Schwedt. Am 6. Oktober 1936 wurde das Regiment zum Kavallerie-Regiment 6 umbenannt und umgegliedert. Daraufhin wurde es jetzt dem III. Armeekorps unterstellt. 1937 verlegte das Regiment nach Darmstadt und Bensheim, beides Städte im Wehrkreis XII. Dabei wurde es dem XII. Armeekorps unterstellt. Bei der Mobilmachung wurde das Regiment aufgelöst und bildete die Aufklärungs-Abteilungen 33, 34 und 36 sowie Teile der Aufklärungs-Abteilung 79.

Regimentskommandeure:

Major Löbbecke (1920)

Oberst von Knobelsdorff (1920)

Oberst von Stephany (1921) - (1925)

Oberstleutnant Eberhard von Livonius 1. März 1926 - 31. Januar 1927

Oberst Walter Braemer 1. Februar 1927 - 31. Dezember 1930

Oberst Winfried von der Schulenburg 1. Januar 1931 - 31. März 1934

Oberst Werner Hannemann 1. April 1934 - 15. Oktober 1935

Oberst Arno von Lenski 15. Oktober 1935 - Auflösung

 

Abteilungskommandeure

I. Abteilung:

Major von Metzsch (1939)

II. Abteilung:

Oberstleutnant Heinrich-Hermann von Hülsen 6. Oktober 1936 - 1. August 1938

Major Maximilian Reichsfreiherr von Edelsheim 29. Juli 1938 - 10. November 1938 m.F.b.

Oberstleutnant Friedrich Freiherr von Broich 12. November 1938 - Auflösung

 

Regimentsadjutanten:

Rittmeister von Waldow (1924)

Rittmeister Friedrich Freiherr von Broich 10. Januar 1925 - 30. September 1928

Oberleutnant von Bischoffshausen (1929, 30, 31)

Oberleutnant Freiherr von Bülow (1932)

Rittmeister Heinrich-Walter Bronsart von Schellendorff 1. Oktober 1934 - 1. Oktober 1937

Oberleutnant von Meyer (1938)

 

Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 3: Die Landstreitkräfte 6–14. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1974

Maerker, "Geschichte des Kavallerie-Regiments 6" in "Schwedter Adler - Das Panzeraufklärungslehrbataillon 11 in der Traditionskette 1689 - 1989, 1989, Abschnitt V/1