Jagdgeschwader 77 "Herz Ass"

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1. Lebenslauf:

Das Jagdgeschwader 77 entstand am 1. Mai 1939 aus dem Jagdgeschwader 331. Das Geschwader bestand den ganzen Krieg über.

- - 1939 - -

Die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 entstand am 1. Mai 1939 in Breslau-Schöngarten aus der I. / Jagdgeschwader 133. Die Gruppe war mit der Messerschmitt Bf 109 E-1 und E-3 ausgerüstet und unterstand, mangels eines eigenen Geschwaderstabes, dem Luftflottenkommando 1 bzw. dem Luftgaukommando VIII. Am 26. August 1939 verlegte die Gruppe im Rahmen der Mobilmachung nach Juliusberg. Die Gruppe wurde über dem Südabschnitt der deutschen Front zur Absicherung der 8. Armee eingesetzt. Während des Polenfeldzuges konnte die Gruppe drei Luftsiege erringen. Sie selbst verlor eine Maschine, eine weitere wurde beschädigt. Personalverluste traten nicht ein. Mitte September wurde die Gruppe aus dem Einsatz gezogen und nach Breslau-Schöngarten zurück verlegt. Bereits am 28. September folgte die Verlegung nach Oedheim bei Heilbronn, wo sie dem Stab des Jagdgeschwaders 53 unterstellt wurde. Am 21. Oktober folgte die nächste Verlegung, dieses mal nach Frankfurt Rhein/Main und am 5. November 1939 nach Porz-Wahn. Hier wurde die Gruppe dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Bereits am 29. November wurde erneut verlegt, dieses mal nach Gütersloh und am 12. Dezember nach Odendorf.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Mai Breslau-Schöngarten 1. Mai Breslau-Schöngarten 1. Mai Breslau-Schöngarten 1. Mai Breslau-Schöngarten
17. August Juliusberg 17. August Juliusberg 17. August Juliusberg 17. August Juliusberg
7. September Gleiwitz 7. September Gleiwitz 7. September Gleiwitz 7. September Gleiwitz
9. September Krakau 9. September Krakau 9. September Krakau 9. September Krakau
13. September Krosno 13. September Krosno 13. September Krosno 13. September Krosno
21. September Ölmütz 21. September Ölmütz 21. September Ölmütz 21. September Ölmütz
24. September Breslau-Schöngarten 24. September Breslau-Schöngarten 24. September Breslau-Schöngarten 24. September Breslau-Schöngarten
28. September Oedheim 28. September Oedheim 28. September Oedheim 28. September Oedheim
21. Oktober Frankfurt Rhein/Main 21. Oktober Frankfurt Rhein/Main 21. Oktober Frankfurt Rhein/Main 21. Oktober Frankfurt Rhein/Main
5. November Porz-Wahn 5. November Porz-Wahn 5. November Porz-Wahn 5. November Porz-Wahn
29. November Gütersloh 29. November Gütersloh 29. November Gütersloh 29. November Gütersloh
12. Dezember Odendorf 12. Dezember Odendorf 12. Dezember Odendorf 12. Dezember Odendorf

 

Die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 entstand am 1. Mai 1939 in Pilsen aus der II. / Jagdgeschwader 333. Die Gruppe war mit der Messerschmitt Bf 109 E-1 und E-3 ausgerüstet und unterstand, mangels eines eigenen Geschwaderstabes, dem Luftflottenkommando 3 bzw. dem Luftgaukommando XIII. Am 20. August 1939 verlegte die Gruppe im Rahmen der Mobilmachung nach Nordholz, wo sie dem Luftflottenkommando 2 bzw. dem Luftgaukommando XI. Der Auftrag der Gruppe bestand im Schutz der Deutschen Bucht und des nordwestlichen Reichsgebietes. Hierzu unterstand sie dem Stab des Zerstörergeschwaders 26. Am 21. September verlegte die Gruppe nach Neumünster, wo sie am 1. Oktober 1939 dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt wurde. Zur Vorbereitung auf die geplante Offensive im Westen verlegte die Gruppe dann am 1. November 1939 nach Dünstekoven und am 29. November nach Gütersloh. Am 12. Dezember kehrte sie in den Bereich der Deutschen Bucht zurück und verlegte nach Jever und Wangerooge. Die Gruppe unterstand jetzt dem Stab des Jagdgeschwaders 1. Am 14. und 18. Dezember 1939 hatte die Gruppe entscheidenden Anteil am Abwehrerfolg der Luftwaffe gegen die angreifenden britischen Kampfverbände.

Stab 4. Staffel 5. Staffel 6. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Mai Pilsen 1. Mai Pilsen 1. Mai Pilsen 1. Mai Pilsen
17. August Nordholz 17. August Nordholz 17. August Nordholz 17. August Nordholz
21. September Neumünster 21. September Neumünster 21. September Neumünster 21. September Neumünster
31. Oktober Dünstekoven 31. Oktober Dünstekoven 31. Oktober Dünstekoven 31. Oktober Dünstekoven
29. November Jütersloh 29. November Jütersloh 29. November Jütersloh 29. November Jütersloh
12. Dezember Jever 12. Dezember Jever 12. Dezember Wangerooge 12. Dezember Jever

 

Der Stab des Jagdgeschwaders 77 wurde am 1. Oktober 1939 in Neumünster aufgestellt. Ihm unterstanden die II. / Jagdgeschwader 77, die I. (J) / Lehrgeschwader 2 und die Jagdgruppe 101. Aufgabe des Stabes war die Führung der deutschen Jagdverbände über der Deutschen Bucht. Er selbst unterstand dabei dem Luftgaukommando XI. Am 21. Oktober 1939 wurde der Stab nach Köln-Ostheim verlegt und dem I. Fliegerkorps unterstellt. Gleichzeitig schieden die unterstellten Jagdverbände aus dem Unterstellungsverhältnis aus. Dem Stab unterstanden jetzt die I. / Jagdgeschwader 77 und die I. / Jagdgeschwader 52. Am 28. Oktober 1939 verlegte der Stab schließlich nach Bonn-Hangelar, wo er bis zum Westfeldzug verblieb. Ab dem 30. Oktober 1939 wurde dem Stab die Jagdgruppe 152 und ab dem 1. November die I. / Jagdgeschwader 77. Am 3. November 1939 wurde dann auch die I. (J) / Lehrgeschwader 2 unterstellt. Zu diesem Datum unterstanden dem Stab somit: I. und II. / Jagdgeschwader 77, I. (J) / Lehrgeschwader 2, I. / Jagdgeschwader 52 und die Jagdgruppe 152. Am 15. November schied dann die I. / Jagdgeschwader 52 aus dem Unterstellungsverhältnis aus, davür wurde die Jagdgruppe 102 unterstellt. Im Dezember gab es weitere Umgliederungen: Die II. / Jagdgeschwader 77 (12. Dezember) und die I. (J) / Lehrgeschwader 2 (19. Dezember) schieden aus, während die Jagdgruppe 126 (30. Dezember) unterstellt wurde.

 

- - 1940 - -

Zu Jahresbeginn 1940 lag die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 in Odendorf und unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 77. Ausgerüstet war die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 E-1 und E-3. Vom 10. bis 12. Januar 1940 wurde die Gruppe kurzzeitig auseinander gezogen. Zwischen dem Polen- und dem Westfeldzug konnte die Gruppe zwei weitere Luftsiege erringen. Sie selbst verlor drei Gefallene und einen Verletzten sowie acht Flugzeuge. Zu Beginn des Westfeldzuges flog die Gruppe Jagd- und Begleitschutzeinsätze über der Eifel und den Ardennen. Am 14. Mai wurde sie auf den Feldflugplatz Hargimont bei Bastogne vorgezogen, um von hier aus JAgdeinsätze über den Maasübergängen bei Sedan und Dinant zu fliegen. Am 17. Mai folgte die Verlegung nach St. Aubin. Von hier aus wurden Tieffliegerangriffe gegen französische Flugplätze sowie Jagdeinsätze über dem Raum Valenciennes / Cambrai / Le Cateau / Beauvais geflogen. Am 20. Mai wurde Jagdschutz für die 4. Armee im Raum Arras / Cambrai geflogen, am 21. Mai über Le Cateau / Solesmes. Aufgrund der am 22. Mai erfolgten französischen Entlastungsangriffe im Raum Arras wurde die Gruppe an diesem Tag dem I. Fliegerkorps direkt unterstellt und über dem bedrohten Raum eingesetzt. Am 23. Mai wurde die Gruppe aus dem Einsatz gezogen und nach Döberitz verlegt. Während des Westfeldzuges konnte die Gruppe 23 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen einen verwundeten Flugzeugführer. Ein in Gefangenschaft geratener Flugzeugführer kehrte nach Abschluss der Kämpfe in Frankreich zur Gruppe zurück. Außerdem verlor die Gruppe vier Flugzeuge.
Nach Auffrischung in Döberitz verlegte die 3. Staffel vom 30. Mai bis zum 10. Juni 1940 kurzfristig nach Zerbst. Am 21. Juli verlegte die Gruppe ohne die 3. Staffel nach Berlin-Tempelhof und am 31. Juli nach Aalborg-West, um zum Küstenschutz eingesetzt zu werden. Die 3. Staffel verlegte an diesem 31. Juli nach Wyk auf Föhr, ebenso die 2. Staffel. Am 25. August 1940 verlegte dann die gesamte Gruppe nach Marquise in Frankreich. Die Gruppe wurde dem Stab des Jagdgeschwaders 51 unterstellt und zur freien Jagd sowie zur Kampffliegerbegleitung über dem Kanal und der südostenglischen Küste eingesetzt. Ab dem 2. Oktober 1940 unterstand die Gruppe dem Stab des Jagdgeschwaders 54. Die 1. Staffel wurde zu einer Jagdbomberstaffel umgerüstet und hierzu Anfang Oktober 1940 kurzfristig nach Denain verlegt. Am 21. November 1940 wurde die Gruppe dann zur IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 51 umbenannt.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Odendorf 1. Januar Odendorf 1. Januar Odendorf 1. Januar Odendorf
14. Mai Hargimont 10. Januar Giessen 14. Mai Hargimont 10. Januar Düsseldorf
22. Mai Döberitz 12. Januar Odendorf 22. Mai Döberitz 12. Januar Odendorf
21. Juli Berlin-Tempelhof 14. Mai Hargimont 21. Juli Berlin-Tempelhof 14. Mai Hargimont
31. Juli Aalborg-West 22. Mai Döberitz 31. Juli Wyk auf Föhr 22. Mai Döberitz
25. August Marquise 21. Juli Berlin-Tempelhof 25. August Marquise 30. Mai Zerbst
    31. Juli Aalborg-West     31. Juli Wyk auf Föhr
    25. August Marquise     25. August Marquise
    Oktober Denain        
    Oktober Marquise        

 

Die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Jahresbeginn 1940 in Jever und Wangerooge und unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 1. Am 15. März 1940 verlegte die Gruppe nach Westerland auf Sylt, um hier für die Besetzung Dänemarks und Norwegens bereit zu stehen. Am 6. April 1940 wurde sie hierzu dem X. Fliegerkorps unterstellt. Von Kriegsbeginn an bis zum 6. April konnte die Gruppe 27 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste beliefen sich auf fünf Gefallene und sieben Flugzeuge. Am 8. April verlegte die Gruppe nach Husum. Mit Beginn des deutschen Angriffs auf Dänemark und Norwegen am 9. April 1940 verlegte die Gruppe nach Aalborg, die 4. Staffel nach Esbjerg. Am 11. April verlegte die Gruppe nach Kristiansand-Kjevik in Norwegen und übernahm von hier aus den Jagdschutz über Süd- und West-Norwegen. Die 4. Staffel übernahm den Jagdschutz für den heimkehrenden schweren Kreuzer "Lützow". Schließlich wurde die Gruppe vollständig auseinander gerissen und auf diverse Plätze verteilt. Bis zum 10. Juni 1940 konnte die Gruppe 20 Luftsiege erringen und verlor dabei selbst fünf Gefallenen und zwei Verwundete sowie acht Flugzeuge. Auch in der Folgezeit kam es zu weiteren Luftkämpfen mit Einheiten der RAF. Ab Anfang August 1940 war die Gruppe die einzige Jagdfliegereinheit in Norwegen. Gleichzeitig wurde die 5. Staffel kurzzeitig in Dänemark eingesetzt. Ab dem 10. November 1940 wurde die Gruppe dann nach Frankreich verlegt. Während ihrer Zeit in Norwegen hatte die Gruppe 112 Luftsiege errungen. Sie verlor gleichzeitig sechs Gefallene, zwei Verwundete und 15 Flugzeuge.
Die Verlegung der Gruppe auf den Platz Brest-Süd zog sich bis zum 23. November 1940 hin. Mit dem Eintreffen der Gruppe wurde diese dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Die Gruppe übernahm den Jagdschutz über der bretonischen Küste. Bis zum Jahresende konnte die Gruppe hier ohne eigene Verluste zwei Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen einen Gefallenen und einen Verwundeten.

Stab 4. Staffel 5. Staffel 6. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Jever 1. Januar Jever 1. Januar Wangerooge 1. Januar Jever
15. März Westerland / Sylt 15. März Westerland / Sylt 15. März Westerland / Sylt 15. März Westerland / Sylt
9. April Aalborg 9. April Esbjerg 9. April Aalborg 9. April Aalborg
11. April Kristiansand-Kjevik 11. April Kristiansand-Kjevik 11. April Kristiansand-Kjevik 11. April Kristiansand-Kjevik
1. Mai Stavanger-Sola 1. Mai Trondheim-Vaernes 1. Mai Stavanger-Sola 1. Mai Stavanger-Sola
9. Mai Kristiansand-Kjevik 9. Mai Kristiansand-Kjevik Juni Kristiansand-Kjevik 9. Mai Trondheim-Vaernes
Juni Stavanger-Sola Juni Trondheim-Vaernes 12. August Aalborg Juni Stavanger-Sola
20. November Brest-Süd 21. Juli Mandal September Trondheim-Vaernes 20. November Brest-Süd
    8. September Herdla 16. September Kristiansand    
    20. November Brest-Süd 19. September Stavanger-Sola    
        24. September Oslo-Fornebu    
        26. September Trondheim-Lade    
        23. Oktober Stavanger-Sola    
        20. November Brest-Süd    

 

Die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 entstand am 5. Juli 1940 durch die Umbenennung der II. / Trägergruppe 186. Gleichzeitig wurde die mit Messerschmitt Bf 109 E-1, E-3 und E-4 dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gruppe in Aalborg und Trondheim-Vaernes. Auftrag der in Trondheim liegenden Staffel war der Schutz des im Hafen liegenden Schlachtschiffs "Gneisenau", bis dieses am 25. Juli nach Deutschland zurücklief. Im Anschluss verlegte die Gruppe nach Döberitz, wo sie den Jagdschutz über Berlin übernahm. Am 26. November 1940 verlegte die Gruppe nach Döberitz und am26. November 1940 nach Münster-Handorf. Am 11. Dezember 1940 verlegte die Gruppe dann nach Dinan, wobei Teile der Gruppe in Cherbourg-West eingesetzt waren.

Stab 7. Staffel 8. Staffel 9. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
5. Juli Trondheim-Vaernes 5. Juli Aalborg 5. Juli Aalborg 5. Juli Trondheim-Vaernes
31. Juli Döberitz 10. Juli Trondheim-Vaernes 10. Juli Trondheim-Vaernes 9. Juli Aalborg
26. November Münster-Handorf 31. Juli Döberitz 31. Juli Döberitz 31. Juli Döberitz
11. Dezember Dinan 26. November Münster-Handorf 26. November Münster-Handorf 26. November Münster-Handorf
    28. November Dinan 11. Dezember Dinan 11. Dezember Dinan

 

Am 8. Oktober 1940 wurde in Werneuchen eine Ergänzungsstaffel für das Jagdgeschwader 77 aufgestellt. Aufgabe der Staffel war die Endausbildung der von den Flugzeugführerschulen kommenden Flugschüler. Die Staffel unterstand direkt dem Stab des Jagdgeschwaders 77 und verlegte am 18. November nach Döberitz. Bereits am 30. November verlegte die Staffel dann nach Bordeaux.

 

Der Stab des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1940 in Bonn-Hangelar und unterstand dem I. Fliegerkorps. Er führte die I. / Jagdgeschwader 77, die Jagdgruppe 152, die Jagdgruppe 102 und die Jagdgruppe 126. Am 6. Januar schied die Jagdgruppe 152 aus dem Unterstellungsverhältnis aus, am 13. Januar die Jagdgruppe 126 und am 30. Januar die Jagdgruppe 102. Dafür wurde dem Stab am 10. Januar 1940 die I. / Jagdgeschwader 3 unterstellt. Am 9. Mai 1940 verlegte der Stab nach Peppenhoven, wo er am Folgetag dem I. Fliegerkorps unterstellt wurde. Gleichzeitig schied am 9. Mai 1940 die I. / Jagdgeschwader 3 aus dem Unterstellungsverhältnis unter den Stab aus, so dass bei Beginn des Westfeldzug nur noch die I. / Jagdgeschwader 77 und, ab dem 10. Mai, die I. / Jagdgeschwader 3 dem Stab unterstand. Aufgabe des Stabes zu Beginn des Westfeldzuges war die freie Jagd und Begleitschutz über dem Raum St. Vith / Houffalize und Malmédy. Am 11. Mai verlegte der Stab nach Elsenborn und am 13. Mai nach Marche. Der Stab sicherte die Maasübergänge bei Dinant sowie zwischen Gardinne und Givet. Am 17. Mai wurde der Stab nach Philippeville vorgezogen, um Jagdschutz über Cambrai, Douai und Arras zu fliegen. Am 19. Mai wurden dem Stab die I. (J) / Lehrgeschwader 2 und die II. / Jagdgeschwader 3 unterstellt. Am 23. Mai schied dafür die I. / Jagdgeschwader 77 aus dem Unterstellungsverhältnis aus. Am 24. Mai verlegte der Stab nach Montecouvez-Süd, wo der Stab dem JaFü 3 unterstellt wurde, um Jagdeinsätze im Raum Calais / Boulogne zu fliegen. Gegen Monatsende folgten Einsätze über Dünkirchen. Am 4. Juni schieden die I. und II. / Jagdgeschwader 3 aus dem Unterstellungsverhältnis unter den Stab aus, bereits am 3. Juni war die I. (J) / Lehrgeschwader 2 ausgeschieden. Es verblieb somit nur die I. / Jagdgeschwader 77, die aber am 9. Juni aus dem Unterstellungsverhältnis ausschied, so dass dem Stab ab diesem Tag keine Jagdgruppen mehr unterstanden. Während des Westfeldzuges hatte der Stab keine Erfolge oder Verluste.  
Am 11. Juni verlegte der Stab nach Döberitz, wo ihm die I. / Jagdgeschwader 77 und die I. / Jagdgeschwader 52 unterstellt wurde. In den folgenden Monaten führte der Stab alle ins Reich zur Auffrischung verlegten JAgdgruppen, die jeweils nur kurze Zeit im Reichsgebiet verblieben. Während seines Einsatzes im Reichsgebiet konnte der Stab keine Luftsiege erringen, hatte aber im Gegenzug auch keine Verluste.
Am 30. November verlegte der Stab dann nach Dinan, um hier die ins Reich zur Auffrischung verlegten Jagdgruppen abzulösen und den Jagdschutz an der Kanalküste zu übernehmen. Hierzu wurden dem Stab die II. / Jagdgeschwader 77, die III. / Jagdgeschwader 77 und die Ergänzungsstaffel des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Der Stab selbst unterstand dem JaFü 3.

 

- - 1941 - -

Am 1. Februar 1941 wurde in Norwegen die I. / Jagdgeschwader 77 neu aufgestellt. Die Gruppe übernahm den Luftschutz in Norwegen und wurde hierzu weit auseinander gezogen eingesetzt. Der Stab und die 1. Staffel lagen in Stavanger-Sola, die 2. Staffel in Lister und die 3. Staffel in Herdla. Ausgerüstet wurde die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 E, sie unterstand dem JaFü Norwegen. Im Juni 1941 wurde die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 T-2 ausgerüstet. Anfang Juni wurde die 1. Staffel aus dem Gruppenverband herausgelöst und nach Kirkenes verlegt. Zum Ausgleich für diese ausgeschiedene Staffel wurde in Stavanger-Sola eine neue Staffel aufgestellt. Diese erhielt die Bezeichnung 13. / Jagdgeschwader 77. Ende Oktober schied die 13. Staffel aus dem Gruppenverband aus und bildete mit der 14. / Jagdgeschwader 77 die "Jagdgruppe z.b.V.". Ende Dezember 1941 gab die Gruppe ihre Messerschmitt Bf 109 T-2 wieder ab und wurde wieder mit der Messerschmitt Bf 109 E ausgerüstet. Während ihres Einsatzes in Norwegen konnte die Gruppe 33 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen neun Gefallene und drei Verwundete sowie 18 Flugzeuge. 

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel 13. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Februar Stavanger-Sola 1. Februar Stavanger-Sola 1. Februar Lister 1. Februar Herdla Juni Stavanger-Sola
    Juni Kirkenes            

 

Zu Beginn des Jahres 1941 lag die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 in Brest-Süd und sicherte den Kriegshafen Brest und das umliegende bretonische Küstengebiet. Am 15. März 1941 wurde die 5. Staffel zu einer Jagdbomberstaffel umgerüstet. Am 30. März 1941 endete der Einsatz der Gruppe und sie wurde in Vorbereitung auf den Balkan-Feldzuges nach Münchendorf bei Wien verlegt. Während ihres Einsatzes am Kanal konnte die Gruppe 1941 neun Luftsiege erringen. Eigene Verluste gab es keine. Am 30. März begann die Verlegung der Gruppe nach Osten. Über Le Mans, Romilly, Nancy, Karlsruhe und Schleissheim erreichte sie zunächst Wien und von dort aus am 4. April Deta bei Arad in Ungarn. Ab dem 6. April nahm die Gruppe dann von Deta aus am Balkanfeldzug teil. Sie flog Begleitschutzaufträge für Stuka- und Kampffliegerverbände sowie Tieffliegerangriffe. Vom 8. bis 12. April verhinderte schlechtes Wetter jede Einsatztätigkeit der Gruppe. Am 13. April verlegte die Gruppe dann nach Vrba, um von hier aus verstärkt Tieffliegerangriffe zu fliegen. Am 16. April wurde die Gruppe nach Korinos vorgezogen, am 19. April nach Larissa. Von hier aus flog die Gruppe auch Einsätze gegen Schiffsziele im Seeraum vor Athen. Am 22. April verlegte die Gruppe nach Almiros und am 26. April nach Tanagra. Von Tanagra aus flog die Gruppe vor allem Einsätze gegen die britischen Evakuierungsflotte in der Bucht von Nauplion. Zum Ende des Monats April endete der Einsatz der Gruppe auf dem griechischen Festland. Nach einigen Tagen Ruhe verlegte sie am 11. Mai nach Molaoi, um hier für den Einsatz über Kreta bereit zu stehen. Am 14. Mai wurden die ersten Einsätze gegen Kreta geflogen, vor allem Jagdeinsätze zur Erringung der Luftherrschaft und Einsätze gegen erkannte Flakstellungen. Am 20. Mai war die Gruppe über Malemes im Einsatz. Es folgten weitere Einsätze über Kreta, die bis zum 28. Mai andauerten. Auf Grund der stark herabgesetzten Einsatzstärke wurde die Gruppe an diesem Tag aus dem Einsatz gezogen und nach Bukarest verlegt, um hier aufgefrischt zu werden. Während des Balkanfeldzuges und der Kämpfe um Kreta konnte die Gruppe 25 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen sechs Gefallene, vier in Gefangenschaft geratene Flugzeugführer (von denen einer nach Beendigung der Kämpfe zur Gruppe zurückkehrte) und zwei Verwundete sowie 16 Flugzeuge.
In Bukarest-Pipera wurde die Gruppe wieder mit der Messerschmitt Bf 109 E ausgerüstet. Am 13. Juni verlegte die Gruppe dann nach Otopeni und wurde dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Am 21. Juni wurde der Stab und 4. Staffel dann für den bevorstehenden Rußlandfeldzug nach Bacàu vorgezogen, die 5. und 6. Staffel nach Roman. Ab dem 22. Juni nahm die Gruppe am Rußlandfeldzug teil. Am 24. Juni verlegte die 4. Staffel nach Roman, der Rest des Geschwaders wurde in Bacàu versammelt. Am 12. Juli wurde dann die gesamte Gruppe nach Jassy und am 13. Juli nach Balti verlegt. Nach Beginn des deutschen Angriffs über den Dnjestr am 17. Juli flog die Gruppe Luftunterstützung für das XI. Armeekorps über dem Dnjestr-Brückenkopf zwischen Jaruga und Mogilew. Am 24. Juli verlegte die Gruppe dann nach Kischinew, wobei ein Schwarm in Balti zurückgelassen wurde. Am 9. August verlegte die Gruppe dann nach Zebrikowo, etwa 70 km nordöstlich von Tiraspol und am 19. August nach Nikolajew. Von Nikolajew flog die Gruppe Einsätze über dem Raum östlich des Bug bis nach Chersson und dem Raum um Otschakow. Um den weiteren Vormarsch der 11. Armee wirkungsvoll zu unterstützen, wurde die Gruppe am 29. August nach Berislaw und am 14. September nach Tschaplinka verlegt. Ab dem Beginn des deutschen Angriffs über die Landenge von Perekopp am 24. September hatte die Gruppe den Auftrag, den Luftraum über dem Kampfraum freizukämpfen. Nach Erfüllung dieser Aufgabe verlegte die Gruppe am 9. Oktober nach Pologi, wo sie den deutschen Vorstoß auf Rostow unterstützte. Ab dem 12. Oktober lag der Schwerpunkt der Einsätze im Raum nördlich von Taganrog. Am 20. Oktober verlegte die Gruppe nach Taganrog. Erneut wurde der deutsche Vormarsch auf Rostow unterstützt. Am 1. Dezember wurde die stark dezimierte Gruppe aus dem Einsatz gezogen, um zur Auffrischung bzw. zur Neuaufstellung in die Heimat zu verlegen. In Wien-Aspern wurde die Gruppe Gruppe schließlich gesammelt. Während des Einsatzes im Osten konnte die Gruppe 1941 353 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen 15 Gefallene, drei in Gefangenschaft geratene Flugzeugführer, sowie vier Verwundete und 37 Flugzeuge.

Stab 4. Staffel 5. Staffel 6. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Brest-Süd 1. Januar Brest-Süd 1. Januar Brest-Süd 1. Januar Brest-Süd
4. April Deta bei Arad 4. April Deta bei Arad 4. April Deta bei Arad 4. April Deta bei Arad
13. April Vrba 13. April Vrba 13. April Vrba 13. April Vrba
16. April Korinos 16. April Korinos 16. April Korinos 16. April Korinos
19. April Larissa 19. April Larissa 19. April Larissa 19. April Larissa
22. April Almiros 22. April Almiros 22. April Almiros 22. April Almiros
26. April Tanagra 26. April Tanagra 26. April Tanagra 26. April Tanagra
11. Mai Molaoi 11. Mai Molaoi 11. Mai Molaoi 11. Mai Molaoi
1. Juni Bukarest 1. Juni Bukarest 1. Juni Bukarest 1. Juni Bukarest
13. Juni Otopeni 13. Juni Otopeni 13. Juni Otopeni 13. Juni Otopeni
21. Juni Bacàu 21. Juni Bacàu 21. Juni Roman 21. Juni Roman
12. Juli Jassy 24. Juni Roman 24. Juni Bacàu 24. Juni Bacàu
13. Juli Balti 12. Juli Jassy 12. Juli Jassy 12. Juli Jassy
24. Juli Kischinew 13. Juli Balti 13. Juli Balti 13. Juli Balti
9. August Zebrikowo 24. Juli Kischinew 24. Juli Kischinew 24. Juli Kischinew
19. August Nikolajew 9. August Zebrikowo 9. August Zebrikowo 9. August Zebrikowo
28. August Cherson 19. August Nikolajew 19. August Nikolajew 19. August Nikolajew
29. August Berislaw 28. August Cherson 28. August Cherson 28. August Cherson
14. September Tschaplinka 29. August Berislaw 29. August Berislaw 29. August Berislaw
9. Oktober Pologi 14. September Tschaplinka 14. September Tschaplinka 14. September Tschaplinka
10. Oktober Mariupol 9. Oktober Pologi 9. Oktober Pologi 9. Oktober Pologi
19. Oktober Taganrog 10. Oktober Mariupol 10. Oktober Mariupol 10. Oktober Mariupol
1. Dezember Mariupol 19. Oktober Taganrog 19. Oktober Taganrog 19. Oktober Taganrog
    1. Dezember Mariupol 1. Dezember Mariupol 1. Dezember Mariupol

 

Die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Jahresbeginn 1941 in Dinan, Teile in Cherbourg-West. Am 16. Januar verlegte die gesamte Gruppe nach St. Brieuc. Bereits am 13. Februar folgte die Verlegung nach Morlaix. Am 30. März 1941 wurde die Gruppe schließlich aus dem Einsatz genommen und in Vorbereitung auf den Balkanfeldzug nach Münchendorf bei Wien verlegt. Während ihres Einsatzes am Kanal konnte die Gruppe einen Luftsieg erringen. Die eigenen Verluste betrugen zwei Gefallene und zwei Flugzeuge.
Am 3. April erreichte die Gruppe Wien und verlegte am 4. April nach Deta. Hier wurde der Gruppe die 4. / Jagdgeschwader 54 bis auf weiteres unterstellt. Ab dem 6. April nahm die Gruppe am Balkanfeldzug teil. Sie flog Begleitschutzeinsätze für Kampf- und Stukaeinheiten sowie Jagdeinsätze und Tieffliegerangriffe. Am 7. April verlegte die Gruppe nach Vrba und am 10. April nach Skolpje. Am 13. April wurde die Gruppe nach Prilep und am 14. April nach Axiopolis vorgezogen. Von hier aus wurden vor allem Tiefangriffe in den Raum Larissa. Bereits am 16. April wurde die Gruppe nach Korinos verlegt, von wo aus sie gegen die britischen Rückzugsbewegungen in der Bucht von Volos eingesetzt wurde. Am 19. April verlegte die Gruppe nach Larissa, um von hier aus im Raum Athen eingesetzt zu werden. Bereits am 22. April verlegte die Gruppe nach Almiros, um auch von hier aus gegen den Raum Athen eingesetzt zu werden. Am 27. April verlegte die Gruppe dann nach Tanagra. Hier endete für die Gruppe der Einsatz auf dem griechischen Festland. Nach einigen Tagen der Ruhe verlegte die Gruppe am 11. Mai nach Molaoi, um von hier aus für den Einsatz gegen Kreta bereit zu stehen. Dabei übernahm die Gruppe einige Messerschmitt Bf 109 E des Jagdgeschwaders 54, das zur Auffrischung ind Reichsgebiet verlegt wurde. Am 14. Mai begannen die Einsätze der Gruppe über Kreta. Es wurden Einsätze zur freien Jagd und zur Bekämpfung erkannter Flak-Stellungen geflogen. Ab dem 20. Mai unterstütze die Gruppe die gelandeten deutschen Verbände auf der Insel. Am 26. Mai konnten dann Teile der Gruppe nach Malemes verlegen, um von dort aus weitere Einsätze zu fliegen. Am 1. Juni wurde die Gruppe dann aus dem Einsatz gezogen und nach Wien verlegt, um dort aufgefrischt und auf die Messerschmitt Bf 109 F umgerüstet zu werden. Während ihres Einsatzes auf dem Balkan und über Kreta konnte die Gruppe 20 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen zwei Gefallene, zwei Verwundete und elf Flugzeuge.
Nach der teilweisen Umrüstung auf die Messerschmitt Bf 109 F-4 verlegte die Gruppe am 15. Juni zurück nach Bukarest. Kurz vor Beginn des Rußlandfeldzuges wurde sie dann nach Bacàu und am 21. Juni nach Roman vorgezogen. Ab dem 22. Juni nahm die Gruppe dann am Rußlandfeldzug teil. Bereits am 24. Juni kehrte die Gruppe nach Bacàu zurück. Am 2. Juli verlegte die Gruppe dann nach Jassy, um von hier aus den Einsatz des Heeres aus der Moldau zu unterstützen. Am 14. Juli verlegte die Gruppe nach Lunga, von wo aus sie jetzt über dem Raum Kischinew eingesetzt. Am 31. Juli folgte die Verlegung nach Lunga und der anschließende Einsatz über dem Raum um Gaiworon und Perwomajsk. Am 7. August verlegte die Gruppe nach Balta-Ost, um über dem Raum Wossnessensk eingesetzt zu werden. Bereits am 12. August wurde die Gruppe dann nach Wossnessensk vorgezogen, um von hier aus das Vorgehen der 11. Armee auf Nikolajew zu unterstützen. Nach dem Ausbruch der deutschen Verbände aus dem Dnjepr-Brückenkopf verlegte die Gruppe am 15. September nach Tschaplinka bei Perekop verlegt, um das weitere Vorgehen der 11. Armee zu unterstützen. Am 5. Oktober verlegte die Gruppe nach Sinjewka im Osten des Frontabschnitts der 11. Armee verlegt, kehrte jedoch bereits am 7. Oktober nach Tschaplinka zurück. Auch weiterhin unterstützte die Gruppe das Vorgehen der 11. Armee. Am 31. Oktober wurde die Gruppe dann nach Tokultschak verlegt, von wo aus Einsätze über der Krim geflogen wurden. Mitte November verlegte die Gruppe schließlich nach Sarabus. Am 3. Dezember verlegten der Gruppenstab sowie die 8. und 9. Staffel nach Mariupol, während die 7. Staffel auf der Krim zurück blieb. Am 15. Dezember kehrte die gesamte Gruppe auf die Krim zurück und versammelte sich auf der Krim, um für den bevorstehenden Angriff des Heeres auf Sewastopol bereit zu stehen, der am 17. Dezember begann. Nach der Landung russischer Verbände am 26. Dezember beiderseits von Kertsch verlagerte sich das Einsatzgebiet der Gruppe auch in den Ostteil der Halbinsel Krim. Seit Beginn des Rußlandfeldzuges konnte die Gruppe im Osten rund 500 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen zehn Gefallene, einen in Gefangenschaft geratenen Flugzeugführer und einen Verwundeten sowie 24 Flugzeuge.

Stab 7. Staffel 8. Staffel 9. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Dinan 1. Januar Cherbourg-West 1. Januar Dinan 1. Januar Dinan
16. Januar St. Brieuc 13. Februar Morlaix 16. Januar St. Brieuc 16. Januar St. Brieuc
24. März Morlaix 1. April Wien 1. März Morlaix 1. März Morlaix
1. April Wien 4. April Deta bei Arad 1. April Wien 1. April Wien
4. April Deta bei Arad 8. April Vrba 4. April Deta bei Arad 4. April Deta bei Arad
8. April Vrba 10. April Skoplje 8. April Vrba 8. April Vrba
10. April Skoplje 13. April Prilep 10. April Skoplje 10. April Skoplje
13. April Prilep 14. April Axiopolis 13. April Prilep 13. April Prilep
14. April Axiopolis 16. April Katrerim 14. April Axiopolis 14. April Axiopolis
16. April Katrerim 19. April Larissa 16. April Katrerim 16. April Katrerim
19. April Larissa 22. April Almiros 19. April Larissa 19. April Larissa
22. April Almiros 27. April Tanagra 22. April Almiros 22. April Almiros
27. April Tanagra 11. Mai Molaoi 27. April Tanagra 27. April Tanagra
11. Mai Molaoi 1. Juni Wien-Aspern 11. Mai Molaoi 11. Mai Molaoi
1. Juni Wien-Aspern 15. Juni Bukarest-Pipera 1. Juni Wien-Aspern 1. Juni Wien-Aspern
15. Juni Bukarest-Pipera 20. Juni Bacàu 15. Juni Bukarest-Pipera 15. Juni Bukarest-Pipera
20. Juni Bacàu 21. Juni Roman 20. Juni Bacàu 20. Juni Bacàu
21. Juni Roman 24. Juni Bacàu 21. Juni Roman 21. Juni Roman
24. Juni Bacàu 2. Juli Jassy 24. Juni Bacàu 24. Juni Bacàu
2. Juli Jassy 14. Juli Lunga 2. Juli Jassy 2. Juli Jassy
14. Juli Lunga 24. Juli Kischinew 14. Juli Lunga 14. Juli Lunga
24. Juli Kischinew 31. Juli Lunga 24. Juli Kischinew 24. Juli Kischinew
31. Juli Lunga 7. August Balta-Ost 31. Juli Lunga 31. Juli Lunga
7. August Balta-Ost 12. August Wossnessensk 7. August Balta-Ost 7. August Balta-Ost
12. August Wossnessensk 17. August Nikolajew 12. August Wossnessensk 12. August Wossnessensk
17. August Nikolajew 29. August Berislaw 17. August Nikolajew 17. August Nikolajew
29. August Berislaw 15. September Tschaplinka 29. August Berislaw 29. August Berislaw
15. September Tschaplinka 5. Oktober Sinjewka 15. September Tschaplinka 15. September Tschaplinka
5. Oktober Sinjewka 7. Oktober Tschaplinka 5. Oktober Sinjewka 5. Oktober Sinjewka
7. Oktober Tschaplinka 31. Oktober Tokultschak 7. Oktober Tschaplinka 7. Oktober Tschaplinka
31. Oktober Tokultschak 15. Dezember Sarabus 31. Oktober Tokultschak 31. Oktober Tokultschak
3. Dezember Mariupol     3. Dezember Mariupol 3. Dezember Mariupol
15. Dezember Sarabus     15. Dezember Sarabus 15. Dezember Sarabus

 

Die Ergänzungsstaffel des Jagdgeschwaders 77 lag zu Jahresbeginn 1941 in Bordeaux. Ende Februar 1941 verlegte die Staffel nach Götzendorf bei Wien. Hier wurde die Staffel zur Ergänzungsgruppe mit zwei Staffeln erweitert. Die Aufstellung der 1. (Einsatz-) Staffel erfolgte in Döberitz. Im Mai 1941 verlegte die Gruppe nach Bukarest-Pipera, um ab dem 22. Juni am Rußlandfeldzug teilzunehmen. Am 19. Juni verlegte die 1. (Einsatz-) Staffel nach Mizil verlegt, um den rückwärtigen rumänischen Raum zu sichern. Am 30. Juni wurde ein Schwarm zeitweise nach Ploesti abgestellt. Am 4. Juli wurde die gesamte Ergänzungsgruppe des Jagdgeschwaders 77 in Bukarest-Pipera zusammen gezogen . Am 12. Oktober wurden dann wieder Teile der 1. (Einsatz-) Staffel nach Mizil verlegt. Am 29. September erhielt die 1. (Einsatz-) Staffel den Befehl, sofort nach Nordafrika zu verlegen. Über Sofia verlegte die Gruppe nach Saloniki, dann nach Athen. Hier wurde der Verlegungsbefehl am 1. Dezember rückgängig gemacht und die Staffel kehrte bis zum 3. Dezember nach Bukarest-Pipera zurück.

Stab 1. (Einsatz-) Staffel 2. (Schul-) Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
März Götzendorf März Döberitz 1. Januar Bordeaux
Mai Bukarest-Pipera 16. April Neukuhren Februar Götzendorf
21. Juni Mizil Mai Götzendorf Mai Bukarest-Pipera
Juli Bukarest-Pipera Mai Bukarest-Pipera 19. Juni Mizil
    19. Juni Mizil Juli Bukarest-Pipera
    4. Juli Bukarest-Pipera September Mizil
    29. November Saloniki    
    30. November Athen    
    3. Dezember Bukarest-Pipera    

 

Der Stab des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1941 in Dinan und führte die II. / Jagdgeschwader 77, die III. / Jagdgeschwader 77 und die Ergänzungsstaffel des Jagdgeschwaders 77. Der Stab unterstand dem JaFü 3 und sicherte die Kanalküste. Am 28. März 1941 endete der Einsatz des Stabes am Kanal und er verlegte nach Münchendorf bei Wien, um hier für den Balkan-Feldzug bereit zu stehen. Während ihres Einsatzes an der Kanalküste erzielte der Stab keine Luftsiege, hatte jedoch einen Gefallenen und verlor ein Flugzeug.
Am 1. April 1941 verlegte der Stab nach Deta bei Arad in Rumänien. Hier stellte sich der Stab für den Balkanfeldzug bereit. Er unterstand dem VIII. Fliegerkorps und führte die II. und III. / Jagdgeschwader 77 sowie die II. und III. / Jagdgeschwader 54. Ab dem 4. April nahm der Stab am Balkanfeldzug teil und flog Begleitschutzeinsätze bis in den Raum Belgrad sowie Tieffliegerangriffe. Am 11. April wurde der Stab nach Vrba und am 14. April nach Gorgope vorgezogen. Um dem schnellen Vormarsch der Heeresverbände zu folgen, verlegte der Stab am 16. April nach Korinos, am 19. April nach Larissa, am 22. April nach Almiros und am 26. April nach Tanagra. Gegen Ende des Balkanfeldzuges gab es kaum noch Luftkämpfe, so dass der Stab vermehr zu Tiefflieger- und Jagdbomberangriffen eingesetzt wurde. Bis zum 30. April 1941 waren die Einsätze auf dem griechischen Festland beendet. Bis zum 9. Mai lag der Stab in Ruhe Am 12. Mai unterstanden dem Stab für die Eroberung Kretas: II. und III. / Jagdgeschwader 77, III. / Jagdgeschwader 52 und I. (J) / Lehrgeschwader 2. Am 11. Mai verlegte der Stab mit den unterstellten Gruppen nach Molaoi an der Südspitze des Peloponnes. Ab dem 14. Mai kämpfte der Stab mit den unterstellten Gruppen über Kreta, um die Luftherrschaft zu erringen und um erkannte Flakstellungen zu bekämpfen. Ab dem 20. Mai unterstützte der Stab zudem die gelandeten deutschen Truppen auf der Insel. Am 31. Mai endete der Kretaeinsatz für den Geschwaderstab. Am 1. Juni verlegte der Stab nach Bukarest, um das Geschwader hier zu sammeln. Während des Balkanfeldzuges und des Einsatzes über Kreta konnte der Geschwaderstab zwei Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen ein Flugzeug.
In Bukarest wurden die Flugzeuge und das übrige Gerät des Geschwaderstabes überholt. Anschließend wurde der Stab für den Rußlandfeldzug bereit gestellt. Er unterstand dem IV. Fliegerkorps und führte die II. und III. / Jagdgeschwader 77 sowie die I. (J) / Lehrgeschwader 2. Das Einsatzgebiet des Stabes und der unterstellten Gruppen war der Bereich des rechten Flügels der Heeresgruppe Süd. Am 21. Juni verlegte der Stab nach Bacàu westlich des Sereth, von wo aus er ab dem 22. Juni am Rußlandfeldzug teilnahm. Nach Erringung der Luftherrschaft wurde der Stab mit seinen unterstellten Gruppen hauptsächlich zur Unterstützung der 11. Armee eingesetzt. Am 2. Juli verlegte der Stab nach Jassy, um den weiteren deutschen Vormarsch nach dem Pruth-Übergang zu unterstützen. Am 16. Juli wurde der Stab nach Balti vorgezogen, um das Vorgehen des XI. Armeekorps über dem Brückenkopfgebiet am Ostufer des Dnjestr zu unterstützen. Am 18. Juli schied die I. (J) / Lehrgeschwader 2 aus dem Unterstellungsverhältnis unter den Stab aus. Am 24. Juli wurde der Stab erneut verlegt, dieses mal nach Kischinew. Am 1. August kehrte er nach Balti zurück, um dann am 8. August nach Balta-Ost zu verlegen. Bereits am 12. August folgte die Verlegung nach Wossnessensk und am 17. August nach Nikolajew. Um den weiteren Angriff der 11. Armee bei Berislaw unterstützen zu können, verlegte der Stab am 29. August nach Berislaw.  Zur weiteren Unterstützung der 11. Armee auf der Krim verlegte der Stab am 14. September nach Tschaplinka bei Perekop. Am 12. Oktober wurde dem Stab zur Verstärkung die I. (J) /Lehrgeschwader 2, am 16. Oktober die II. / Jagdgeschwader 3 und am 23. Oktober die III. / Jagdgeschwader 52 unterstellt. Die II. / Jagdgeschwader 3 schied am 1. November wieder aus, die beiden anderen Gruppen am 5. Dezember, so dass der Stab ab diesem Tag wieder nur die II. und III. / Jagdgeschwader 77 unterstanden. Irgendwann im November 1941 verlegte der Stab nach Sarabus auf der Krim. Hier unterstanden dem Stab die I.(J) / Lehrgeschwader 2, die III. / Jagdgeschwader 77, die Ergänzungsgruppe des Jagdgeschwaders 77 und die III. / Jagdgeschwader 52. Der Stab selbst unterstand dem IV. Fliegerkorps bzw. dem Fliegerführer Süd. Das Einsatzgebiet des Stabes lag über der Festung Sewastopol. Mit der russischen Landung bei Kertsch am 26. Dezember erweiterte sich das Einsatzgebiet des Stabes und der unterstellten Gruppen auch auf diesen Bereich. Seit Beginn des Rußlandfeldzuges konnte der Stab im Osten fünf Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen einen Vermißten und zwei Flugzeuge. 

 

 

- - 1942 - -

Zu Beginn des Jahres 1942 lag die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 in Norwegen verteilt. Am 6. Januar 1942 wurde die Gruppe zur I. / Jagdgeschwader 5 umbenannt.

Ebenfalls am 6. Januar 1942 wurde die I. (J) Gruppe des Lehrgeschwaders 2 zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 umbenannt. Die Gruppe lag zu diesem Zeitpunkt in Mariupol und unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 77. Ausgerüstet war sie mit der Messerschmitt Bf 109 E. Die 1. Staffel verlegte an diesem 6. Januar nach Mizil und kehrte am 21. Januar nach Mariupol zurück, um von hier aus am gleichen Tag zusammen mit der gesamten Gruppe nach Stalino zu verlegen. Von hier aus flog die Gruppe Einsätze über dem Einsatzraum der 17. Armee im Donezgebiet. Ab Ende Februar wurde die Gruppe nach und nach auf die Messerschmitt Bf 109 F-4 umgerüstet. Ab März wurde die Einsatzfähigkeit der Gruppe durch das einsetzende Tauwetter maßgeblich beeinträchtigt.
Am 24. April wurde die 1. Staffel aus dem Gruppenverband herausgelöst, um über Budapest-Pipera nach Mizil zu verlegen. Hier übernahm die Staffel den Jagdschutz über dem rumänischen Erdölgebiet um Ploesti. Die Staffel wurde jetzt auch als "Ölschutzstaffel" bezeichnet. Trotzdem blieb die Staffel auch weiterhin dem Stab der I. Gruppe unterstellt. Daher wurden auch Teile der Staffel im Mai zum Rest der Gruppe auf die Krim verlegt. Am 7. August 1942 schied die Staffel dann endgültig aus dem Gruppenverband aus und wurde zur 1. / Jagdgeschwader 4.
Der Rest der Gruppe verlegte am 3. Mai nach Konstantinovka uns am 26. Mai nach Sarabus. Am 11. Juni folgte die Verlegung nach Bagerovo auf der Krim. Mit Befehl vom 27. Juni wurde die I. Gruppe aus dem Einsatz auf der Krim herausgezogen, um nach Sizilien zu verlegen. Bis zum 1. Juli erreichte der fliegende Verband der Gruppe über Odessa, Bukarest, Sofia und Saloniki Eleusis bei Athen und am 3. Juli über Araxos Comiso auf Sizilien. Das Bodenpersonal folgte teilweise im Lufttransport, größtenteils aber per Bahn. Die Gruppe wurde dem Stab des Jagdgeschwaders 53 unterstellt und anschließend gegen die Mittelmeerinsel Malta eingesetzt. Sie flog Einsätze zur freien Jagd und zur Kampffliegerbegleitung. Die Einsätze gegen Malta und alliierte Schiffskonvois dauerte bis in den Monat Oktober. Nach dem Beginn der alliierten Offensive bei El Alamein am 25. Oktober verlegte die Gruppe nach Nordafrika, wo sie dem Stab des Jagdgeschwaders 27 unterstellt wurde. Bis zum 27. Oktober erreichte die Gruppe Bir el Abd, wobei die Bodenteile auf Sizilien zurückblieben. Am 3. November wurde die Gruppe dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Am 4. November mußte der Platz Bir el Abd geräumt werden und die Gruppe verlegte über Quotaifiya, Haggag al Quasaba und Gambut bis zum 6. November nach Bir el Arca. Hier sammelten sich die Reste der Gruppe. Am 11. November wurde der Rückzug fortgesetzt und die Gruppe verlegte über Martuba und Berca bis zum 14. November nach Arco Philaenorum. Zwei Schwärme der 1. und 3. Staffel verlegten nach Sidi Ahmed el Magrun. Am 17. November wurde die Gruppe dann in Arco Philaenorum wieder vereint. Am 15. Dezember mußte Arco Philaenorum geräumt werden und die Gruppe verlegte nach Wadi Tamet und am 18. Dezember nach Tauorga sowie am 25. Dezember nach Bir Dufan. Während ihres Einsatzes über dem Mittelmeer und in Nordafrika konnte die Gruppe 186 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen neun Gefallene, zwei in Gefangenschaft geratene Flugzeugführer, einen Verwundeten sowie 34 Flugzeuge.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Stavanger-Sola 1. Januar Kirkenes 1. Januar Lister 1. Januar Herdla
               
6. Januar Mariupol 6. Januar Mizil 6. Januar Mariupol 6. Januar Mariupol
21. Januar Stalino 21. Januar Stalino 21. Januar Stalino 21. Januar Stalino
3. Mai Konstantinowka 24. April Bukarest-Pipera 3. Mai Konstantinowka 3. Mai Konstantinowka
26. Mai Sarabus 25. April Mizil 26. Mai Sarabus 26. Mai Sarabus
11. Juni Bagerovo 3. Mai Konstantinowka 11. Juni Bagerovo 11. Juni Bagerovo
27. Juni Verlegung 26. Mai Sarabus 27. Juni Verlegung 27. Juni Verlegung
1. Juli Comiso 11. Juni Bagerovo 1. Juli Comiso 1. Juli Comiso
27. Oktober Bir el Abd 27. Juni Verlegung 27. Oktober Bir el Abd 27. Oktober Bir el Abd
3. November Quotaifiya 1. Juli Comiso 3. November Quotaifiya 3. November Quotaifiya
4. November Haggag el Quasaba 27. Oktober Bir el Abd 4. November Haggag el Quasaba 4. November Haggag el Quasaba
5. November Gambut 3. November Quotaifiya 5. November Gambut 5. November Gambut
6. November Bir el Arca 4. November Haggag el Quasaba 6. November Bir el Arca 6. November Bir el Arca
11. November Martuba 5. November Gambut 11. November Martuba 11. November Martuba
13. November Berca 6. November Bir el Arca 13. November Berca 13. November Berca
14. November Arco Philaenorum 11. November Martuba 14. November Arco Philaenorum 14. November Arco Philaenorum
15. Dezember Wadi Tamet 13. November Berca 15. Dezember Wadi Tamet 15. Dezember Wadi Tamet
18. Dezember Tauorga 14. November Arco Philaenorum 18. Dezember Tauorga 18. Dezember Tauorga
25. Dezember Bir Dufan 15. Dezember Wadi Tamet 25. Dezember Bir Dufan 25. Dezember Bir Dufan
    18. Dezember Tauorga        
    25. Dezember Bir Dufan        

 

Die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1942 in Wien-Aspern, um hier neu ausgerüstet zu werden. Der Großteil des Bodenpersonals lag noch in Mariupol. Bis zum 10. Januar wurde die große Masse des Bodenpersonals nach Wien-Aspern nachgezogen, nur ein Rest-Kommando verblieb in Mariupol. Im Februar wurde die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 F-4 ausgerüstet. Ab dem 11. März begann die Verlegung der Gruppe auf die Krim. Während ein kleiner Teil des fliegenden Verbandes auf dem Luftweg über Proskurow und Bukarest auf die Krim verlegte, folgte der Rest der Gruppe mit der Bahn. Ab dem 17. März erreichten die ersten Teile der Gruppe den Platz Sarabus auf der Krim. Hier wurde die Gruppe dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt. Aufgabe der Gruppe war der Jagdschutz über der Krim. Am 1. Mai verlegte die Gruppe nach Kalinowka und am 19. Mai nach Bagerowo sowie am 24. Mai nach Sarabus. AM 28. Mai folgte die Verlegung nach Oktoberfeld, am 2. Juli kehrte sie nach Bagerowo zurück. Von dort aus verlegte die Gruppe am Folgetag nach Kolpna. Bereits am 5. Juli folgte die Verlegung nach Kastornoje. Die 6. Staffel verlegte am 15. September nach Semljansk und kehrte am 19. September nach Kastornoje zurück. Am 18. September verlegte die 4. Staffel nach Konotop und kehrte am 30. September nach Stary-Oskol zurück. Am 19. September verlegte die Gruppe, ohne die 4. Staffel, nach Stary-Oskol. Mit Befehl vom 7. November 1942 endete der Einsatz der Gruppe in Rußland. Gruppenstab sowie 5. und 6. Staffel verlegten mit ihren Messerschmitt Bf 109 G-2 über Mizil, Sofia, Saloniki, Bari und Neapel nach Comiso auf Sizilien, wo sie am 8. Dezember einfielen. Die 4. Staffel verlegte hingegen nach München, wo sie neue Messerschmitt Bf 109 G-2 trop und F-4 erhielt. Anschließend verlegte die Staffel ebenfalls nach Comiso. Die Bodenteile verlegten mit der Bahn nach Sizilien. Mit dem Eintreffen auf Sizilien wurde die Gruppe dem II. Fliegerkorps unterstellt. Aufgabe der Gruppe war der Geleitschutz für den Nachschubverkehr nach Nordafrika. Am 11. Dezember verlegte die Gruppe hierzu nach Chinisia. Bereits am 13. Dezember verlegte die Gruppe (ohne die 5. Staffel) dann nach Tripolis, wo sie dem Stab des Jagdgeschwaders 77 unterstellt wurde. Am 18. Dezember verlegte die Gruppe nach Zarzur, wo an diesem Tag auch die 5. Staffel einfiel. Bis Jahresende konnte die Gruppe sieben Luftsiege erzielen. Di eigenen Verluste betrugen vier Gefallene und vier Flugzeuge.

Stab 4. Staffel 5. Staffel 6. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Wien-Aspern 1. Januar Wien-Aspern 1. Januar Wien-Aspern 1. Januar Wien-Aspern
11. März Verlegung 11. März Verlegung 11. März Verlegung 11. März Verlegung
17. März Sarabus 17. März Sarabus 17. März Sarabus 17. März Sarabus
1. Mai Kalinowka 1. Mai Kalinowka 1. Mai Kalinowka 1. Mai Kalinowka
19. Mai Bagerowo 19. Mai Bagerowo 19. Mai Bagerowo 19. Mai Bagerowo
24. Mai Sarabus 24. Mai Sarabus 24. Mai Sarabus 24. Mai Sarabus
28. Mai Oktoberfeld 28. Mai Oktoberfeld 28. Mai Oktoberfeld 28. Mai Oktoberfeld
2. Juli Bagerowo 2. Juli Bagerowo 2. Juli Bagerowo 2. Juli Bagerowo
3. Juli Kolpna 3. Juli Kolpna 3. Juli Kolpna 3. Juli Kolpna
5. Juli Kastornoje 5. Juli Kastornoje 5. Juli Kastornoje 5. Juli Kastornoje
19. September Stary-Oskol 18. September Konotop 15. September Semljansk 19. September Stary-Oskol
7. November Verlegung 30. September Stary-Oskol 19. September Stary-Oskol 7. November Verlegung
8. Dezember Cosimo 7. November Verlegung 7. November Verlegung 8. Dezember Cosimo
11. Dezember Chinisia November München 8. Dezember Cosimo 11. Dezember Chinisia
13. Dezember Tripolis Dezember Cosimo 11. Dezember Chinisia 13. Dezember Tripolis
18. Dezember Zarzur 11. Dezember Chinisia 13. Dezember Tripolis 18. Dezember Zarzur
    18. Dezember Zarzur 18. Dezember Zarzur    

 

Zu Jahresbeginn 1942 lag die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 in Sarabus auf der Krim. Sie unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 77 und war mit der Messerschmitt Bf 109 F-4 ausgerüstet. Aufgabe der Gruppe war der Jagdschutz über der Krim. Die Gruppe flog Einsätze sowohl über der Festung Sewastopol und mit Schwerpunkt über dem Ostteil der Halbinsel. Am 20. März 1942 wurde die Gruppe aus dem Einsatz gezogen. Sie gab ihre verbleibenden Maschinen an die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 ab, um zur Auffrischung in die Heimat zu verlegen. Während ihres Einsatzes über der Krim konnte die Gruppe im Jahr 1942 90 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen zwei Gefallene, zwei Verwundete und acht Flugzeuge. Nach ihrer Auffrischung kehrte die Gruppe im Mai nach Rußland zurück und verlegte am 6. Mai nach Charkow. Von dort aus folgten im Mai Verlegungen nach Stalino und Konstantinowka sowie im Juni nach Sarafino, Oktoberfeld und Bagerowo. Am 19. Juli verlegte die Gruppe nach Kertsch auf den Platz Kertsch IV und von dort am 21. Juli nach Taganrog. Am 25. Juli folgte die Verlegung nach Charkow. Am 21. August wurde die Gruppe erneut kurzzeitig aus dem Einsatz gezogen und zur Auffrischung nach Jesau verlegt. Bereits am 6. September endete die Ruhephase und die Gruppe verlegte nach Ljuban. Am 13. September verlegte die Gruppe nach Nikolskoje und am 7. Oktober nach Dno. Mit Befehl vom 11. Oktober wurde die Gruppe aus dem Rußlandeinsatz herausgezogen. Von Dno aus verlegte die Gruppe ab diesem Tag über Warschau und Breslau bis zum 19. Oktober nach Neubiberg bei München. Hier wurde die Gruppe teilweise mit neuen Messerschmitt Bf 109 G ausgerüstet. Vom 23. bis 26. Oktober verlegte die Gruppe nach Bari. Am 26. und 27. Oktober verlegte die Gruppe dann nach Tanyet Harun, wo sie dem Stab des Jagdgeschwaders 27 unterstellt wurde. Anschließend flog die Gruppe Einsätze über dem Frontraum El Alamein. Der Einsatz der Gruppe litt extrem unter dem Mangel an Ersatzteilen und technischen Einrichtungen. Am 3. November mußte der Platz Tanyet Harun auf Grund der britischen Bodenoffensive aufgegeben werden und die Gruppe verlegte nach Quotaifiya. Im Zuge des weiteren Rückzuges verlegte die Gruppe am 4. November nach Quasaba, am 5. November nach Ganbut, am 6. November nach Sidi Barrani, am 8. November nach Bir el Acra, am 11. November nach Martuba, am 13. November nach Berca und am 14. November nach Arco Philaenorum. Hier fand die Gruppe vorerst etwas Ruhe. Am 15. Dezember mußte auch Arco Philaenorum aufgegeben werden und die Gruppe verlegte nach Wadi Tamet und am 17. Dezember nach Tauorga. Am 25. Dezember wurde die Gruppe dann nach Bir Dufan, etwa 75 km südwestlich von Misurata zurückgezogen. Bis Jahresende konnte die Gruppe in Nordafrika 37 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen zwei Gefallene, drei in Gefangenschaft geratene Flugzeugführer, einen Verwundeten sowie 22 Flugzeuge.

Stab 7. Staffel 8. Staffel 9. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Sarabus 1. Januar Sarabus 1. Januar Sarabus 1. Januar Sarabus
20. März Wien-Aspern 20. März Verlegung 20. März Verlegung 20. März Verlegung
6. Mai Charkow 6. Mai Charkow 6. Mai Charkow 6. Mai Charkow
8. Mai Stalino 8. Mai Stalino 8. Mai Stalino 8. Mai Stalino
9. Mai Konstantinowka 9. Mai Konstantinowka 9. Mai Konstantinowka 9. Mai Konstantinowka
1. Juni Sarafino 1. Juni Sarafino 1. Juni Sarafino 1. Juni Sarafino
2. Juni Oktoberfeld 2. Juni Oktoberfeld 2. Juni Oktoberfeld 2. Juni Oktoberfeld
28. Juni Bagerovo 28. Juni Bagerovo 28. Juni Bagerovo 28. Juni Bagerovo
19. Juli Kertsch IV 19. Juli Kertsch IV 19. Juli Kertsch IV 19. Juli Kertsch IV
21. Juli Taganrog 21. Juli Taganrog 21. Juli Taganrog 21. Juli Taganrog
25. Juli Charkow 25. Juli Charkow 25. Juli Charkow 25. Juli Charkow
21. August Jesau 21. August Jesau 21. August Jesau 21. August Jesau
6. September Ljuban 6. September Ljuban 6. September Ljuban 6. September Ljuban
13. September Nikolskoje 13. September Nikolskoje 13. September Nikolskoje 13. September Nikolskoje
7. Oktober Dno 7. Oktober Dno 7. Oktober Dno 7. Oktober Dno
11. Oktober Verlegung 11. Oktober Verlegung 11. Oktober Verlegung 11. Oktober Verlegung
19. Oktober Neubiberg b. München 19. Oktober Neubiberg b. München 19. Oktober Neubiberg b. München 19. Oktober Neubiberg b. München
26. Oktober Bari 26. Oktober Bari 26. Oktober Bari 26. Oktober Bari
27. Oktober Tanyet Harun 27. Oktober Tanyet Harun 27. Oktober Tanyet Harun 27. Oktober Tanyet Harun
3. November Quotaifiya 3. November Quotaifiya 3. November Quotaifiya 3. November Quotaifiya
4. November Quasaba 4. November Quasaba 4. November Quasaba 4. November Quasaba
5. November Gambut 5. November Gambut 5. November Gambut 5. November Gambut
6. November Sidi Barrani 6. November Sidi Barrani 6. November Sidi Barrani 6. November Sidi Barrani
8. November Bir el Acra 8. November Bir el Acra 8. November Bir el Acra 8. November Bir el Acra
11. November Martuba 11. November Martuba 11. November Martuba 11. November Martuba
13. November Berca 13. November Berca 13. November Berca 13. November Berca
14. November Arco Philaenorum 14. November Arco Philaenorum 14. November Arco Philaenorum 14. November Arco Philaenorum
15. Dezember Wadi Tamet 15. Dezember Wadi Tamet 15. Dezember Wadi Tamet 15. Dezember Wadi Tamet
17. Dezember Tauorga 17. Dezember Tauorga 17. Dezember Tauorga 17. Dezember Tauorga
25. Dezember Bir Dufan 25. Dezember Bir Dufan 25. Dezember Bir Dufan 25. Dezember Bir Dufan

 

Zu Jahresbeginn 1942 lag die Ergänzungsgruppe des Jagdgeschwaders 77 mit Stab in Bukarest-Pipera, die 1. (Einsatz-) Staffel in Bukarest-Pipera und die 2. (Schul-) Staffel in Mizil. Zum 1. Februar wurde die Gruppe aufgelöst. Der Stab wurde zum Stab der Ergänzungs-Jagdgruppe Ost, die 1. (Einsatz-) Staffel wurde die 3. / Jagdgeschwader 3 und die 2. (Schul-) Staffel kam ebenfalls zur Ergänzungs-Jagdgruppe 77.

Stab 1. (Einsatz-) Staffel 2. (Schul-) Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Bukarest-Pipera 1. Januar Bukarest-Pipera 1. Januar Mizil

 

Zu Jahresbeginn 1942 lag der Stab des Jagdgeschwaders 77 in Sarabus auf der Krim. Er war mit der Messerschmitt Bf 109 F-4 ausgerüstet und unterstand dem IV. Fliegerkorps bzw. dem Fliegerführer Süd. Der Stab führte die I. (J) / Lehrgeschwader 2, die III. / Jagdgeschwader 77, die Ergänzungsgruppe des Jagdgeschwaders 77 sowie die III. / Jagdgeschwader 52. Am 6. Januar wurde die I. (J) / Lehrgeschwader 2 zur I. Gruppe des Geschwaders umbenannt und dem Geschwaderstab unterstellt. Die in Norwegen liegende I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 wurde gleichzeitig in die I. / Jagdgeschwader 5 umbenannt. Am 17. Januar schied die III. / Jagdgeschwader 52 aus dem Unterstellungsverhältnis unter den Geschwaderstab aus. Auch weiterhin wurde der Stab auf der Krim eingesetzt. Am 17. März wurde die frisch aufgefrischte II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 dem Stab unterstellt. Im Austausch wurde die III. Gruppe am 20. März aus dem Einsatz genommen und schied aus dem Unterstellungsverhältnis aus, um in der Heimat ebenfalls aufgefrischt zu werden. Am 2. Juni 1942 verlegte der Stab des Jagdgeschwaders 77 nach Oktoberfeld und am 28. Juni nach Bagerovo. Am 15. September folgte die Verlegung nach Krasnogwardeisk. Am 11. Oktober endete der Einsatz des Stabes in Rußland und er begann die Verlegung nach München. Mitte Oktober sammelte der Geschwaderstab in der Heimat, wo er fünf neue Messerschmitt Bf 109 G-2 trop übernahm. Am 28. Oktober verlegte der Stab dann über Brindisi nach Bari. Am 3. November verlegte der Stab nach Bir-el-Abd in Nordafrika, wo er dem Fliegerführer Afrika unterstellt wurde. Er führte die I. und III. / Jagdgeschwader 77 und verlegte im Zuge des deutschen Rückzuges bereits am 5. November nach Gambut, am 11. November nach Martuba, am 13. November nach Berca und am 14. November nach Arco Philaenorum. Hier kam der Stab vorerst zur Ruhe. Ab dem 1. Dezember unterstand dem Stab auch die II. / Jagdgeschwader 77.  Als sich der deutsche Rückzug ab dem 12. Dezember fortsetzte, mußte der Stab am 14. Dezember nach Wadi Tamet, am 19. Dezember nach Tauorga und am 25. Dezember nach Bir Dafun. Während ihres Einsatzes in Afrika konnte der Geschwaderstab acht Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen zwei Flugzeuge.

 

- - 1943 - -

Die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1943 in Bir Dufan. Sie unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 77 und war mit der Messerschmitt Bf 109 G-2 trop ausgerüstet. Nach dem Beginn des Absetzen der Panzerarmee Afrika nach Westen am 17. Januar wurde die Gruppe in den folgenden Tagen und Wochen ebenfalls immer weiter nach Westen verlegt. Über Castel Benito, Ben Gardane und Matmata erreichte die Gruppe am 3. Februar Fatnassa, etwa 80 km nordwestlich von Gabes. Nach schweren Abwehrkämpfen mußte der Platz Fatnassa am 27. März abgegeben werden. Die Gruppe verlegte nach La Fauconnerie.  Bis Ende März war der Bestand an Maschinen bei der Gruppe auf 19 herabgesunken, wobei davon nur zwei einsatzbereit waren. Am 3. April ging es dann weiter nach Bou Thadi Nord, am 7. April nach La Smala des Souassi und am 8. April nach Korba. Am 14. April verlegte die Gruppe dann nach Soliman-Süd, etwa 5 km nördlich von Grombalia. Hier erlebte die Gruppe die Endkämpfe um den Brückenkopf Tunesien. Am 7. Mai begann die Rückverlegung der Gruppe nach Sizilien. Hierzu versammelte sich die Gruppe in Soliman-Nord und verlegte dann nach Chinisia an der Westspitze Siziliens. Am 8. Mai kehrte der fliegende Teil der Gruppe nochmals nach Soliman-Nord zurück, um dort weitere Techniker nach Sizilien auszufliegen. Am 10. Mai wurde der Platz Chinisa durch die alliierte Luftwaffe angegriffen. Das noch aus Afrika gerettete Material und die letzten Maschinen der Gruppe wurden bei diesem Angriff vernichtet. Bis zum Abend besaß die Gruppe noch ganze drei einsatzbereite Flugzeuge. Daraufhin verlöegte die Gruppe am 11. Mai nach Bari und im Anschluß am 15. Mai nach Neubiberg, wo sie aufgefrischt werden sollte. Bis zum 20. Mai wurden der Gruppe 48 Messerschmitt Bf 109 G-6 trop zugeführt. Bereits am 8. Juni begann die Verlegung der Gruppe nach Foggia, wo bereits die Bodenteile der Gruppe lagen. Nach der Wiedervereinigung der Gruppe verlegte diese am 19. Juni nach Sciacca, um von hier aus zum Jagdschutz über Sizilien eingesetzt zu werden. Mehrfach verlegte die Gruppe in den folgenden Wochen tagsüber nach San Pietro, um von hier aus gegen alliierte Bomberverbände eingesetzt zu werden. Auf Grund der schweren Abwehreinsätze sank die Zahl der einsatzbereiten Maschinen bis Anfang Juli wieder erheblich ab. Am 10. Juli, dem Tag der alliierten Landung auf Sizilien, war die Gruppe daher nicht einsatzbereit. Nach der Zuweisung neuer Flugzeuge verlegte die Gruppe sofort nach Lecce in Apulien, da Sizilien geräumt werden sollte. Am 13. Juli verlegte die Gruppe nach Vibo Valentia. Nach einem schweren Luftangriff auf Vibo Valentia verlegte die Gruppe am 17. Juli nach Botricello. Hier erkrankte ein großer Teil der Gruppe an Malaria und Magenbeschwerden, so dass sie nicht mehr einsatzbereit war. Zur Wiederherstellung des Gesundheitszustandes verlegte die Gruppe am 6. August nach Cassano-Sibari. Von hier aus wurde die Gruppe verstärkt über Straße von Messina eingesetzt. Nach dem Verlust der Insel Sizilien wurde die Gruppe am 18. August nach San Severo verlegt. Mit Beginn der alliierten Landung bei Salerno wurde die Gruppe über dem Landekopf der Alliierten eingesetzt. Am 20. September folgte die Verlegung nach Viterbo und am 23. September nach Tuscania. Am 27. September wurde die Gruppe dann aus dem Einsatz um Salerno herausgezogen und nach Cecina verlegt, von wo aus sie zum Jagdschutz über der Insel Korsika während der Evakuierung durch die Wehrmacht eingesetzt wurde. Nach dem Abschluß der Räumung Korsikas verlegte die Gruppe am 4. Oktober wieder nach Tuscania. Von dort aus flog sie Einsätze über dem Frontraum der 10. Armee am Volturno und dem rückwärtigen Frontgebiet. Auf Grund schwerer Regenfälle mußte der Platz Volturno am 24. Oktober geräumt werden und die Gruppe verlegte nach Fabrica di Roma. Am 2. November wurde die Gruppe geteilt. Während der Gruppenstab und die 1. Staffel nach Centocelle verlegte, kam die 2. Staffel nach Ciampino-Nord und die 3. Staffel nach Ciampino-Süd. Am 27. November wurde die 2. Staffel vorerst von der Gruppe getrennt und nach Cascina Vaga südlich von Mailand verlegt, von wo aus die Staffel zur Luftverteidigung über dem norditalienischen Raum eingesetzt wurde. Während des Jahres 1943 konnte die Gruppe im Mittelmeerraum 188 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen 46 Gefallene, drei in Gefangenschaft geratene Flugzeugführer sowie 21 Verwundete und 143 Flugzeuge.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Bir Dufan 1. Januar Bir Dufan 1. Januar Bir Dufan 1. Januar Bir Dufan
17. Januar Castel Benito 17. Januar Castel Benito 17. Januar Castel Benito 17. Januar Castel Benito
18. Januar Ben Gardane 18. Januar Ben Gardane 18. Januar Ben Gardane 18. Januar Ben Gardane
29. Januar Matmata 29. Januar Matmata 29. Januar Matmata 29. Januar Matmata
3. Februar Fatnassa 3. Februar Fatnassa 3. Februar Fatnassa 3. Februar Fatnassa
27. März La Fauconnerie 27. März La Fauconnerie 27. März La Fauconnerie 27. März La Fauconnerie
31. März Bou Thadi-Süd 31. März Bou Thadi-Süd 31. März Bou Thadi-Süd 31. März Bou Thadi-Süd
3. April Bou Thadi-Nord 3. April Bou Thadi-Nord 3. April Bou Thadi-Nord 3. April Bou Thadi-Nord
7. April La Smala des Souassi 7. April La Smala des Souassi 7. April La Smala des Souassi 7. April La Smala des Souassi
8. April Korba 8. April Korba 8. April Korba 8. April Korba
14. April Soliman-Süd 14. April Soliman-Süd 14. April Soliman-Süd 14. April Soliman-Süd
7. Mai Chinisia 7. Mai Chinisia 21. April Soliman-Nord 7. Mai Chinisia
15. Mai Neubiberg 15. Mai Neubiberg 8. Mai Chinisia 15. Mai Neubiberg
8. Juni Foggia 8. Juni Foggia 15. Mai Neubiberg 8. Juni Foggia
19. Juni Sciacca 19. Juni Sciacca 8. Juni Foggia 19. Juni Sciacca
13. Juli Vibo Valentia 13. Juli Vibo Valentia 19. Juni Sciacca 13. Juli Vibo Valentia
17. Juli Botricello 17. Juli Botricello 13. Juli Vibo Valentia 17. Juli Botricello
6. August Cassano-Sibari 6. August Cassano-Sibari 17. Juli Botricello 6. August Cassano-Sibari
18. August San Severo 18. August San Severo 6. August Cassano-Sibari 18. August San Severo
20. September Viterbo-West 20. September Viterbo-West 18. August San Severo 20. September Viterbo-West
23. September Tuscania 23. September Tuscania 20. September Viterbo-West 23. September Tuscania
27. September Cecina 27. September Cecina 23. September Tuscania 27. September Cecina
4. Oktober Tuscania 4. Oktober Tuscania 27. September Cecina 4. Oktober Tuscania
24. Oktober Fabrica di Roma 24. Oktober Fabrica di Roma 4. Oktober Tuscania 24. Oktober Fabrica di Roma
2. November Centocelle 2. November Centocelle 24. Oktober Fabrica di Roma 2. November Ciampino-Süd
        2. November Ciampino-Nord    
        28. November Cascina Vaga    

 

Die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1943 auf dem Feldflugplatz Zarzur etwa 15 km südlich von Misurata. Sie unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 77 und war mit der Messerschmitt Bf 109 G-2 trop und der Messerschmitt Bf 109 F-4 trop ausgerüstet. Am 9. Januar verlegte die Gruppe im Zuge des Rückzuges der Panzerarmee Afrika nach Al Asaaba und am 20. Januar nach Medenine. Am 15. Februar verlegte die Gruppe dann weiter nach La Fauconnerie. Hier blieb die Gruppe für die nächsten Wochen liegen. Aufgrund des alliierten Vordringens mußte der Platz La Fauconnerie am 7. April verlassen und nach Bourdjine südwestlich von Sousse ausweichen. Der Aufenthalt hier dauerte nur einen Tag und am 8. April mußte die Gruppe nach Ste. Marie du Zit ausweichen. Am 16. April folgte die nächste Verlegung der Gruppe und diese fiel in Crèteville ein. Am 7. Mai verließ die Gruppe Tunesien. Sie verlegte über Soliman-Nord nach Trapani auf Sizilien, wo sie gesammelt werden sollte. Die Reste der Gruppe verlegten anschließend am 11. Mai nach Foggia, wo sie wieder aufgefrischt wurde. Die Auffrischung zog sich bis Anfang Juni hin, so dass die Gruppe erst am 19. Juni wieder nach Trapani auf Sizilien zurückkehren konnte. Von hier aus wurde die Gruppe zum Luftschutz über der Insel eingesetzt. Mit Beginn der alliierten Landung auf Sizilien am 10. Juli 1943 wurde die Gruppe verstärkt über dem Landekopf eingesetzt. Am 13. Juli folgte der Befehl zur Evakuierung Siziliens. Daraufhin verlegte die Gruppe nach Camigliatello. Dabei mußten mindestens 12 unklare  Maschinen gesprengt und zurückgelassen werden. Am Folgetag verlegten die Reste der Gruppe nach Vibo Valentia. Die noch einsatzbereiten Maschinen wurden zum Jagdschutz über dem Südosten Siziliens und der Straße von Messina eingesetzt. Am 16. Juli wurde der Platz Vibo Valentia durch einen alliierten Luftangriff schwer getroffen, so dass die Gruppe am 17. Juli wieder nach Camigliatello zurückkehrte. Auf Grund ihres vollkommen aufgelösten Zustandes mußte die Gruppe hier aus dem Einsatz genommen werden. In Camigliatello folgte dann in den folgenden Wochen die Neuausrüstung der Gruppe. Ab dem 1. August flog die Gruppe dann wieder Einsätze über der Straße von Messina. Am 21. August verließ die Gruppe schließlich den Süden Italiens und verlegte nach Lucera bei Foggia, wo die Gruppe erneut neu ausgerüstet werden mußte. Nach der italienischen Kapitulation verlegte die Gruppe am 10. September nach Isola San Antonio bei Padua. Hier sollte die Gruppe auf italienische Macchani MC.205 umrüsten. Da in Isola San Antonio jedoch keine Maschinen übernommen werden konnten, verlegte die Gruppe am 25. September nach Lonate Pozzolo, etwa 35 km nordwestlich von Mailand. Hier wurden ihr 26 Macchi zugewiesen. Gleichzeitig wurden die letzten Messerschmitt abgegeben. Nach erfolgter Umschulung verlegte die Gruppe am 2. November nach Airasca und am 6. November nach Lagnasco, etwa 50 km südlich von Turin. Von hier aus flog die Gruppe Einsätze über dem Nordwesten Italiens. Zum Jahresende gab die Gruppe die noch verbleibenden 24 MC 205 an die I. italienische Jagdgruppe ab und begann mit der Neuausrüstung mit der Messerschmitt Bf 109 G-6. Während des Jahres 1943 konnte die Gruppe im Mittelmeerraum 188 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen 31 Gefallene, zwei in Gefangenschaft geratene Flugzeugführer und 15 Verwundete. Außerdem verlor die Gruppe 90 Flugzeuge, davon sechs MC 205. Nur eine dieser Maschinen ging im Luftkampf verloren. Die anderen Abstürze sind auf Bedienfehler auf Grund der hastigen Umschulung zurück zu führen.

Stab 4. Staffel 5. Staffel 6. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Zarzur 1. Januar Zarzur 1. Januar Zarzur 1. Januar Zarzur
9. Januar El Asabaa 9. Januar El Asabaa 9. Januar El Asabaa 9. Januar El Asabaa
20. Januar Medenine 20. Januar Medenine 20. Januar Medenine 20. Januar Medenine
15. Februar La Fauconnerie 15. Februar La Fauconnerie 15. Februar La Fauconnerie 15. Februar La Fauconnerie
7. April Bourdjine 7. April Bourdjine 7. April Bourdjine 7. April Bourdjine
8. April Ste. Marie du Zit 8. April Ste. Marie du Zit 8. April Ste. Marie du Zit 8. April Ste. Marie du Zit
16. April Crèteville 16. April Crèteville 16. April Crèteville 16. April Crèteville
7. Mai Trapani 7. Mai Trapani 7. Mai Trapani 7. Mai Trapani
11. Mai Foggia 11. Mai Foggia 11. Mai Foggia 11. Mai Foggia
19. Juni Trapani 19. Juni Trapani 19. Juni Trapani 19. Juni Trapani
13. Juli Camigliatello 13. Juli Camigliatello 13. Juli Camigliatello 13. Juli Camigliatello
20. August Lucera 20. August Lucera 20. August Lucera 20. August Lucera
10. September Isola San Antonio 10. September Isola San Antonio 10. September Isola San Antonio 10. September Isola San Antonio
25. September Lonate Pozzolo 25. September Lonate Pozzolo 25. September Lonate Pozzolo 25. September Lonate Pozzolo
2. November Airasca 2. November Airasca 2. November Airasca 2. November Airasca
6. November Lagnasco 6. November Lagnasco 6. November Lagnasco 6. November Lagnasco

 

Die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1943 in Bir Dufan in Libyen. Sie unterstand dem Stab des Jagdgeschwaders 77 und war mit der Messerschmitt Bf 109 G-2 trop sowie einigen Messerschmitt Bf 109 F-4 ausgerüstet. Der Klarstand war jedoch auf nur 13 Maschinen herabgesunken. Nach Beginn der britischen Winteroffensive und dem Heranrücken der Front mußte die Gruppe nach Westen ausweichen. Am 17. Januar verlegte sie nach El Asabaa, am 19. Januar nach Castel Benito und am gleichen Tag weiter nach Malacha und am 20. Januar nach Matmata. Nach der Teilnahme an den Abwehrkämpfen um Tunesien mußte die Gruppe am 27. März nach La Fauconnerie ausweichen. Noch im März ging es weiter nach Bou Thadi und am 8. April nach Ste. Marie du Zit. Da der Platz Ste. Marie du Zit mehrfach von alliierten Bombern angegriffen wurde, verlegte die Gruppe am 17. April nach Korbous am Golf von Tunis. Von hier aus bereitete sich die Gruppe auf die Evakuierung nach Sizilien vor. Hierzu wurden erste Teile des Bodenpersonals bereits af den Weg gebracht. Am 7. Mai schließlich verlegte die Gruppe nach Sciacca auf Sizilien. Noch bis zum 8. Mai flog die Gruppe Evakuierungsflüge zwischen Tunesien und Sizilien, bei denen sie im Rumpf der Maschinen Männer des Bodenpersonals überführten. In Sciaca mußte die Gruppe aus dem Einsatz gezogen werden. Am 10. Mai verlegte sie nach Foggia, wo sie die verbleibenden Flugzeuge abgab und auf die Messerschmitt Bf 109 G-6 trop umrüstete. Ab dem 1. Juni begann die Verlegung der Bodenteile nach Sardinien. Ab dem 8. Juni folgte die Gruppe nach Sardinien auf den Platz Chilivani bei Ozieri. Hier wurde die Gruppe dem Fliegerführer Sardinien unterstellt. Hier blieb die Gruppe in den nächsten Wochen liegen und wurde im Luftschutz eingesetzt. Nach der Kapitulation Italiens verlegte die Gruppe am 10. September nach Ghisonaccia auf Korsika. Von hier aus unterstützte die Gruppe die Räumung Sardiniens und sicherte die Evakuierungstransporte. Am 13. September verlegte die Gruppe weiter nach Casabianda an der Ostküste Korsikas. Am 25. September verlegte die Gruppe dann auf das italienische Festland auf den Platz Metato, etwa 20 km nordwestlich von Lucca. Am 7. Oktober verlegte die Gruppe schließlich auf den Platz Marcigilana im Norden von Rom. Hier verblieb die Gruppe bis zum 25. Oktober. An diesem Tag gab sie ihre Flugzeuge ab und verlegte im Eisenbahntransport nach Rumänien. Hier übernahm sie den Luftschutz der Erdölquellen im Raum Ploiesti. Am 8. November erreichte die Gruppe den Flugplatz Mizil, wo sie die I. / Jagdgeschwader 4 ablöste. Gleichzeitig wurde die Gruppe dem JaFü Rumänien unterstellt. In Mizil übernahm die Gruppe die von der I. / Jagdgeschwader 4 zurückgelassenen Messerschmitt Bf 109 G-2.

Stab 7. Staffel 8. Staffel 9. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Bir Dufan 1. Januar Bir Dufan 1. Januar Bir Dufan 1. Januar Bir Dufan
17. Januar El Asabaa 17. Januar El Asabaa 17. Januar El Asabaa 17. Januar El Asabaa
19. Januar Castel Benito 19. Januar Castel Benito 19. Januar Castel Benito 19. Januar Castel Benito
19. Januar Malacha 19. Januar Malacha 19. Januar Malacha 19. Januar Malacha
20. Januar Matmata 20. Januar Matmata 20. Januar Matmata 20. Januar Matmata
27. März La Fauconnerie 27. März La Fauconnerie 27. März La Fauconnerie 27. März La Fauconnerie
28. März Bou Thadi 28. März Bou Thadi 28. März Bou Thadi 28. März Bou Thadi
8. April Ste. Marie du Zit 8. April Ste. Marie du Zit 8. April Ste. Marie du Zit 8. April Ste. Marie du Zit
17. April Korbous 17. April Korbous 17. April Korbous 17. April Korbous
7. Mai Sciacca 7. Mai Sciacca 7. Mai Sciacca 7. Mai Sciacca
Mai Foggia Mai Foggia Mai Foggia Mai Foggia
8. Juni Chilivani 8. Juni Chilivani 9. Juni Chilivani 10. Juni Chilivani
10. September Ghisonaccia 10. September Ghisonaccia 10. September Ghisonaccia 10. September Ghisonaccia
13. September Casabianada 13. September Casabianada 13. September Casabianada 13. September Casabianada
25. September Metato 25. September Metato 25. September Metato 25. September Metato
7. Oktober Marcigliana 7. Oktober Marcigliana 7. Oktober Marcigliana 7. Oktober Marcigliana
25. Oktober Verlegung 25. Oktober Verlegung 25. Oktober Verlegung 25. Oktober Verlegung
8. November Mizil 8. November Mizil 8. November Mizil 8. November Mizil

 

Der Stab des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1943 in Bir Dafun. Er unterstand dem Fliegerführer Afrika und führte zu Jahresbeginn die I. - III. / Jagdgeschwader 77. Ausgerüstet war der Stab mit sieben Messerschmitt Bf 109 G-2 trop. Am 17. Januar mußte der Platz Bir Dafun geräumt werden. Der Stab wich nach El Asabaa südlich von Tripolis aus. Auch dieser Platz mußte am 20. Januar aufgegeben werden und der Stab verlegte nach Zuara. Am 3. Februar ging es dann weiter nach Fatnassa und am 20. Februar nach La Fauconnerie. Nach dem Tode des Kommodore, Major Müncheberg, am 23. März wurde das Geschwader vertretungsweise durch den Kommodore des Jagdgeschwaders 53, Oberstleutnant Günther von Maltzahn, geführt, bis der Nachfolger von Major Müncheberg, Oberstleutnant Johannes Steinhoff am 1. April 1943 das Kommando über das Geschwader übernehmen konnte. Auf Grund der drohenden Umfassung durch alliierte Streitkräfte mußte die Platzgruppe La Fauconnerie am 6. April aufgegeben werden und der Geschwaderstab wich nach Ste. Marie du Zit aus. Am 18. April folgte die nächste Verlegung nach Rückwärts, jetzt nach Crèteville im Südosten von Tunis. Von hier aus begann die Evakuierung des Stabes und der Bodenteile nach Sizilien. Am 6. Mai verlegte der verbleibende Teil des Stabes nach Korbous und am 7. Mai nach Trapani auf Sizilien. Hier wurde der Stab und das gesamte aus Tunesien zurückgekehrte Geschwader aus dem Einsatz gezogen, um schnellst möglich wieder aufgefrischt zu werden. Da Sizilien sich auf Grund der ständigen Luftangriffe als nicht geeignet erwies, verlegte das Geschwader am 10. Mai nach Bari, um die Auffrischung hier durchzuführen. Nach Beendigung der Auffrischung verlegte der Geschwaderstab am 13. Juni nach Sciacca. Seit dem 22. Juni unterstand der Stab dem Sonderstab des Generals der Jagdflieger. Aufgabe des Geschwaders war der Jagdschutz über Sizilien und Sardinien. Mit Beginn der alliierten Landung auf Sizilien am 10. Juli 1943 wurde der Stab über den alliierten Landezone eingesetzt. Nach dem Befehl zur Räumung der Insel am 13. Juli verlegte der Stab am gleichen Tag nach Vibo Valentia. Hier erfolgte am 16. Juli ein schwerer alliierter Luftangriff, der das Geschwader bis auf weiteres ausschaltete. Daraufhin verlegte der Stab nach Camigliatello, wo das Geschwader aufgefrischt werden sollte. Erst Mitte August wurden dem Stab neue Maschinen zugewiesen, woraufhin er am 20. August nach Foggia. Aufgabe des Geschwaders war der Luftschutz im Raum Foggia. Hierzu war dem Stab bereits am 11. August zusätzlich die IV. / Jagdgeschwader 3 unterstellt worden. Nach Beginn der alliierten Landung bei Salerno am 9. September flog der Stab mit den unterstellten Gruppen Jagd-, Begleitschutz- und Tieffliegerangriffe gegen den Landekopf. Hierzu wurde dem Stab zusätzlich zur I. - III. / JG 27 und der IV. / JG 3 auch kurzfristig vom 11. - 15. September die I. - III. / Jagdgeschwader 53 unterstellt. Am 24. September schied auch die IV. / Jagdgeschwader 3 aus dem Unterstellungsverhältnis aus. Bereits am 18. September verlegte der Stab dann nach Viterbo. Hier begann für den Stab eine Periode der Untätigkeit. Am 13. November verlegte der Stab dann nach Pinerolo, etwa 20 km südwestlich von Turin, um hier den Jägerleitstand West aufzubauen. Hierzu wurde dem Stab die 1. / Luftnachrichten-Regiment 200 unterstellt. Ab dem 21. November unterstand der Stab dann dem II. Fliegerkorps. Während des Jahres 1943 konnte der Geschwaderstab 27 Luftsiege erringen. Die eigenen Verluste betrugen drei Gefallene und 14 Flugzeuge.

 

- - 1944 - -

Die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1944 in Centocelle, die 2. Staffel in Cascina Vaga und die 3. Staffel in Ciampino-Süd. Ausgerüstet war die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 G. Am 16. Januar verlegte der Stab und die 1. und 3. Staffel nach Lagnasco. Am 23. Januar folgte die 2. Staffel. Am 26. Januar folgte die Verlegung der Gruppe nach Lavariano. Am 16. Februar verlegte die 2. Staffel nach Tuscania und kehrte am 24. Februar nach Lavariano zurück. Am 5. März verlegte die Gruppe nach Gorizia und am 20. März nach Lavariano. Nach der Verlegung nach Ferrara am 1. Mai verlegte die 1. Staffel am gleichen Tag nach Poggio Renatico und kehrte am 14. Mai zur Gruppe zurück. Am 12. Mai folgte im Austausch die 3. Staffel nach Poggio Renatico, die am 14. Mai ebenfalls zurückkehrte. Am 14. Mai verlegte dann die Gruppe gemeinsam nach Tuscania. Im Mai 1944 wurde ein Teil der 3. Staffel zur Neuaufstellung der IV. Gruppe des Jagdgeschwaders 27 abgegeben. Es folgte die Verlegung nach Bologna am 2. Juni und nach Ghedi II am 30. Juli sowie nach Oldenburg am 31. Juli. Von hier aus verlegte die Gruppe am 28. August nach Kichhellen und am 4. September nach Babenhausen. Hier wurde die Gruppe auf vier Staffeln erweitert, wobei die 4. Staffel neu aufgestellt wurde. Am 17. Oktober verlegte die Gruppe nach Schönwalde und am 10. Dezember nach Dortmund.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel 4. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Centocelle 1. Januar Centocelle 1. Januar Cascina Vaga 1. Januar Ciampino-Süd September Babenhausen
16. Januar Lagnasco 16. Januar Lagnasco 23. Januar Lagnasco 16. Januar Lagnasco 17. Oktober Schönwalde
26. Januar Lavariano 26. Januar Lavariano 26. Januar Lavariano 26. Januar Lavariano 10. Dezember Dortmund
5. März Gorizia 5. März Gorizia 16. Februar Tuscania 5. März Gorizia    
20. März Lavariano 20. März Lavariano 24. Februar Lavariano 20. März Lavariano    
1. Mai Ferrara 1. Mai Poggio Renatico 14. Mai Tuscania 1. Mai Ferrara    
14. Mai Tuscania 14. Mai Ferrara 2. Juni Bologna 12. Mai Poggio Renatico    
2. Juni Bologna 14. Mai Tuscania 30. Juli Ghedi II 14. Mai Ferrara    
30. Juli Ghedi II 2. Juni Bologna 31. Juli Oldenburg 14. Mai Tuscania    
31. Juli Oldenburg 30. Juli Ghedi II 28. August Kirchhellen 2. Juni Bologna    
28. August Kirchhellen 31. Juli Oldenburg 4. September Babenhausen 30. Juli Ghedi II    
4. September Babenhausen 28. August Kirchhellen 17. Oktober Schönwalde 31. Juli Oldenburg    
17. Oktober Schönwalde 4. September Babenhausen 10. Dezember Dortmund 28. August Kirchhellen    
10. Dezember Dortmund 17. Oktober Schönwalde     4. September Babenhausen    
    10. Dezember Dortmund     17. Oktober Schönwalde    
            10. Dezember Dortmund    

 

Die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1944 in Lagnasco, etwa 50 km südlich von Turin. Ausgerüstet wat die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 G. Am 24. Januar verlegte die Gruppe nach Siena und am 3. Februar nach Brolio. Im Februar folgten weitere Verlegungen nach Castiglione del Lago, Giuliana-Eschio und Canino. In Canino, 42 km westlich von Viterbo, verblieb die Gruppe für die folgenden Wochen. Am 9. April folgte dann die Verlegung nach Giuliana-Eschio und am 4. Mai nach Bergamo-Süd. Am 22. Mai verlegte die Gruppe nach Ferrara, die 6. Staffel nach Poggio Renatico. Am 30. Juni verlegte die gesamte Gruppe dann nach Ghedi I. Am 1. August wurde die Gruppe umgegliedert. Dabei wurde die 4. Staffel zur 7. Staffel umbenannt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Orange ab dem 15. August kehrte die Gruppe am 30. August nach Ghedi I zurück. Am 9. August folgte die Verlegung nach Riesa-Canitz und am 17. September nach Werl. Hier wurde am 18. September aus der 5. / Kampfgeschwader 2 eine neue 8. Staffel aufgestellt. Am 10. Oktober verlegte die Gruppe nach Eggersdorf. Am 9. November verlegte die Gruppe dann nach Jüterbog und am 9. Dezember nach Werl. Nach der Verlegung nach Mülheim am 17. Dezember nahm die Gruppe an der Ardennen-Offensive teil und wurde am 29. Dezember nach Bönninghardt-Süd vorgezogen

Stab 4. Staffel 5. Staffel 6. Staffel 7. Staffel 8. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Lagnasco 1. Januar Lagnasco 1. Januar Lagnasco 1. Januar Lagnasco 1. August Ghedi I 18. September Werl
24. Januar Siena 24. Januar Siena 24. Januar Siena 24. Januar Siena 15. August Orange 10. Oktober Eggersdorf
3. Februar Brolio 3. Februar Brolio 3. Februar Brolio 3. Februar Brolio 20. August Ghedi 9. November Jüterbog
9. Februar Castiglione del Lago 9. Februar Castiglione del Lago 9. Februar Castiglione del Lago 9. Februar Castiglione del Lago 9. August Riesa-Canitz 9. Dezember Werl
14. Februar Giuliana-Eschio 14. Februar Giuliana-Eschio 14. Februar Giuliana-Eschio 14. Februar Giuliana-Eschio 17. September Werl 17. Dezember Mühlheim
23. Februar Canino 23. Februar Canino 23. Februar Canino 23. Februar Canino 10. Oktober Eggersdorf 29. Dezember Bönninghardt-Süd
9. April Giuliana-Eschio 9. April Giuliana-Eschio 9. April Giuliana-Eschio 9. April Giuliana-Eschio 9. November Jüterbog    
4. Mai Bergamo-Süd 4. Mai Bergamo-Süd 4. Mai Bergamo-Süd 4. Mai Bergamo-Süd 9. Dezember Werl    
22. Mai Ferrara 22. Mai Ferrara 22. Mai Ferrara 22. Mai Poggio Renatico 17. Dezember Mühlheim    
30. Juni Ghedi I 30. Juni Ghedi I 30. Juni Ghedi I 30. Juni Ghedi I 29. Dezember Bönninghardt-Süd    
15. August Orange     15. August Orange 15. August Orange        
20. August Ghedi     20. August Ghedi 20. August Ghedi        
9. August Riesa-Canitz     9. August Riesa-Canitz 9. August Riesa-Canitz        
17. September Werl     17. September Werl 17. September Werl        
10. Oktober Eggersdorf     10. Oktober Eggersdorf 10. Oktober Eggersdorf        
9. November Jüterbog     9. November Jüterbog 9. November Jüterbog        
9. Dezember Werl     9. Dezember Werl 9. Dezember Werl        
17. Dezember Mühlheim     17. Dezember Mühlheim 17. Dezember Mühlheim        
29. Dezember Bönninghardt-Süd     29. Dezember Bönninghardt-Süd 29. Dezember Bönninghardt-Süd        

 

Die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1944 in Mizil. Ausgerüstet war die Gruppe mit der Messerschmitt Bf 109 G. Am 29. Mai verlegte die 9. Staffel nach Reinsehlen, wo sie am 1. Juni eintraf. Am 5. Juli erreichte die Staffel schließlich Lonrai, wo sie der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 1 unterstellt wurde. Nach einer weiteren Verlegung nach Semallé am 13. Juli wurde die Staffel schließlich am 15. August zur 4. / Jagdgeschwader 1. Gleichzeitig wurden die 7. und 8. Staffel zur 10. und 11. Staffel umbenannt.
Der Rest der Gruppe verlegte am 20. August nach Husi, die 11. Staffel nach Jassy. Am 22. August verlegte die Gruppe dann nach Focșani im Osten Rumäniens. Am 25. August folgte die Verlegung nach Mizil und am 28. August nach Budak. Im September verlegte die Gruppe dann nach Mezőpetri (heute Petrești) und am 15. September nach Wien-Seyring. Am 13. Oktober verlegte die Gruppe dann nach Neuruppin, wo ihr die ersten Messerschmitt Bf 109 K zugeführt wurden. Bis zur nächsten Verlegung nach Neuruppin am 13. Oktober war die Umstellung abgeschlossen. In Neuruppin wurde im Oktober aus der 6. / Kampfgeschwader 2 eine 12. Staffel gebildet. Ab November wurde mit der Aufstellung einer 9. Staffel begonnen. Am 16. Dezember verlegte die Gruppe schließlich nach Düsseldorf, von wo aus sie an der Ardennen-Offensive eingesetzt wurde.

Stab 7. Staffel 8. Staffel 9. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Mizil 1. Januar Mizil 1. Januar Mizil 1. Januar Mizil
            29. Mai Verlegung
            1. Juni Reinsehlen
            5. Juli Lonrai
            13. Juli Semallé

ab 15. August 1944:

Stab 9. Staffel 10. Staffel 11. Staffel 12. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
15. August Mizil Oktober Neuruppin 15. August Mizil 15. August Mizil November Neuruppin
20. August Husi 16. Dezember Düsseldorf 20. August Husi 20. August Jassy 16. Dezember Düsseldorf
22. August Focșani     22. August Focșani 22. August Focșani    
25. August Mizil     25. August Mizil 25. August Mizil    
28. August Budak     28. August Budak 28. August Budak    
September Mezőpetri     September Mezőpetri September Mezőpetri    
15. September Wien-Seyring     15. September Wien-Seyring 15. September Wien-Seyring    
13. Oktober Neuruppin     13. Oktober Neuruppin 13. Oktober Neuruppin    
16. Dezember Düsseldorf     16. Dezember Düsseldorf 16. Dezember Düsseldorf    

 

Der Stab des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1944 in Pinerolo. Ausgestattet war er mit der Messerschmitt Bf 109 G. Am 27. Januar verlegte der Stab nach Povoletto, wo er die folgenden Wochen blieb. Am 1. Mai verlegte der Stab dann nach Ferrara und am 30. Juni nach Bettola. Nach einer weiteren Verlegung nach Villafranca folgte am 9. September die Verlegung nach Wien-Aspern. Im September verlegte der Stab dann nach Felsoe-Abrany und im Oktober nach Dortmund, wo er bis über den Jahreswechsel verblieb.

 

- - 1945 - -

Am 1. Januar 1945 lag die I. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 in Dortmund. Nach dem Abbruch der Ardennen-Offensive verlegte die Gruppe nach Ohlau an die Ostfront. Am 22. Januar folgte die Verlegung nach Beneschau und am 2. März nach Perau. Am 29. März verlegte die Gruppe dann nach Mährisch-Ostrau. Am 17. April verlegten die 2. und 3. Staffel nach Eckersdorf. Am 2. Mai verlegte dann die gesamte Gruppe nach Mährisch-Trübau, wo sie bei Kriegsende in Gefangenschaft geriet.

Stab 1. Staffel 2. Staffel 3. Staffel 4. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Dortmund 1. Januar Dortmund 1. Januar Dortmund 1. Januar Dortmund 1. Januar Dortmund
18. Januar Ohlau 18. Januar Ohlau 18. Januar Ohlau 18. Januar Ohlau 18. Januar Ohlau
22. Januar Beneschau 22. Januar Beneschau 22. Januar Beneschau 22. Januar Beneschau 22. Januar Beneschau
29. März Mährisch-Ostrau 29. März Mährisch-Ostrau 29. März Mährisch-Ostrau 29. März Mährisch-Ostrau 29. März Mährisch-Ostrau
2. Mai Mährisch-Trübau 2. Mai Mährisch-Trübau 17. April Eckersdorf 17. April Eckersdorf 2. Mai Mährisch-Trübau
        2. Mai Mährisch-Trübau 2. Mai Mährisch-Trübau    

 

Die II. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1945 in Mühlheim, von wo aus sie im Rahmen der Ardennen-Offensive eingesetzt wurde. Nach dem Scheitern der Offensive verlegte die Gruppe am 19. Januar nach Prossnitz an die Ostfront. Am 31. Januar folgte die Verlegung nach Beneschau. Am 27. März kehrte die Gruppe kurzzeitig nach Prossnitz zurück und verlegte am 15. April nach Eckersdorf. Bereits am 8. April war die 8. Staffel aufgelöst worden. Nach einer weiteren Verlegung nach Olmütz lag die Gruppe ab dem 5. Mai in Skutsch, wo es bei Kriegsende in Gefangenschaft geriet.

Stab 5. Staffel 6. Staffel 7. Staffel 8. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Mühlheim 1. Januar Mühlheim 1. Januar Mühlheim 1. Januar Mühlheim 1. Januar Mühlheim
19. Januar Prossnitz 19. Januar Prossnitz 19. Januar Prossnitz 19. Januar Prossnitz 19. Januar Prossnitz
31. Januar Beneschau 31. Januar Beneschau 31. Januar Beneschau 31. Januar Beneschau 31. Januar Beneschau
27. März Prossnitz 27. März Prossnitz 27. März Prossnitz 27. März Prossnitz 27. März Prossnitz
15. April Eckersdorf 15. April Eckersdorf 15. April Eckersdorf 15. April Eckersdorf    
1. Mai Olmütz 1. Mai Olmütz 1. Mai Olmütz 1. Mai Olmütz    
5. Mai Skutsch 5. Mai Skutsch 5. Mai Skutsch 5. Mai Skutsch    

 

Die III. Gruppe des Jagdgeschwaders 77 lag zu Beginn des Jahres 1945 in Düsseldorf. Nach dem Scheitern der Ardennen-Offensive verlegte die Gruppe am 17. Januar nach Ohlau an die Ostfront. Am 22. Januar folgte die Verlegung nach Breslau-Schöngarten und am 24. Januar nach Beneschau. Hier wurde die Gruppe am 13. April 1945 aufgelöst.

Stab 9. Staffel 10. Staffel 11. Staffel 12. Staffel
Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst Datum Fliegerhorst
1. Januar Düsseldorf 1. Januar Düsseldorf 1. Januar Düsseldorf 1. Januar Düsseldorf 1. Januar Düsseldorf
17. Januar Ohlau 17. Januar Ohlau 17. Januar Ohlau 17. Januar Ohlau 17. Januar Ohlau
22. Januar Breslau-Schöngarten 22. Januar Breslau-Schöngarten 22. Januar Breslau-Schöngarten 22. Januar Breslau-Schöngarten 22. Januar Breslau-Schöngarten
24. Januar Beneschau 24. Januar Beneschau 24. Januar Beneschau 24. Januar Beneschau 24. Januar Beneschau

 

Zu Beginn des Jahres 1945 lag der Stab des Jagdgeschwaders 77 in Dortmund, wo er im Rahmen der Ardennen-Offensive eingesetzt wurde. Nach dem Scheitern der Offensive verlegte der STab am 18. Januar nach Ohlau an der Ostfront. Am 24. Januar folgte die Verlegung nach Beneschau und am 15. April nach Prossnitz. Am 1. Mai wich der Stab nach Skutsch aus, wo er bei Kriegsende in Gefangenschaft geriet.

2. Kommandeure:

Geschwaderkommodore:

Oberstleutnant Eitel Roediger von Manteuffel, 1. Oktober  1939

Major Bernhard Woldenga, 22. Dezember  1940

Major Gotthard Handrick, 23. Juni 1941

Major Gordon M. Gollob, 16. Mai 1942

Major Joachim Müncheberg, 1. Oktober  1942

unbesetzt 24. März 1943

Oberstleutnant Günther von Maltzahn 25. März 1943 (eigentlich Kommodore des Jagdgeschwaders 53, führte das Jagdgeschwader 77 in Personalunion vertretungsweise mit)

Oberstleutnant Johannes Steinhoff, 1. April 1943

Major Johannes Weisse, 1. Dezember  1944

Major Siegfried Freytag, 26. Dezember  1944

Major Erich Leie, 29. Dezember  1944

Major Siegfried Freytag, 7. März 1945

Major Fritz Losigkeit, 1. April 1945

 

I. Gruppe:

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I. Gruppe I. Gruppe I. Gruppe 2. Staffel 2. Staffel 3. Staffel

Gruppenkommandeure:

Hauptmann Johannes Janke, 1. Mai 1939

Hauptmann Walter Grommes, Februar 1941

Major Joachim Seegert, Juni 1941

Hauptmann Herbert Ihlefeld, 6. Januar 1942

Major Heinz Bär, 11. Mai 1942

Oberstleutnant Armin Köhler, 31. Juli 1943

Hauptmann Lutz-Wilhelm Burkhardt, 19. August 1943

Hauptmann Theo Lindemann, 30. November  1943

Hauptmann Armin Köhler, Mai 1944

Hauptmann Lothar Baumann, 1. August 1944

Major Münnichow, 24. Dezember  1944

Hauptmann Joachim Deicke, 10. Januar 1945

Hauptmann Heinz Grosser, 17. April 1945

 

II. Gruppe:

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4. Staffel 5. Staffel

Gruppemkommandeure:

Oberstleutnant Carl Schumacher, 1. Mai 1939

Major Harry von Bülow-Bothkamp, 30. November  1939

Hauptmann Karl Hentschel, 31. März 1940

Hauptmann Franz-Heinz Lange, 9. September 1940

Hauptmann Helmut Henz, 23. April 1941

Major Anton Mader, 26. Mai 1941

Oberleutnant Heinz Dudeck, 7. März 1943

Major Siegfried Freytag, 13. März 1943

Hauptmann Emil Omert, 29. Januar 1944

Major Armin Köhler, 4. April 1945

 

III. Gruppe:

IIIJG77-1.jpg (11590 Byte)

III. Gruppe

Gruppenkommandeure:

Major Heinrich Seeliger, 5. Juli 1940

Major Alexander von Winterfeldt, Oktober 1940

unbekannt, 2. August 1941

Major Kurt Ubben, 5. September 1941

Hauptmann Karl Bresoschek, 10. März 1944

Hauptmann Emil Omert, 3. April 1944

Hauptmann Karl Bresoschek, 24. April 1944

Oberleutnant Erhard Niese, 6. Juni 1944

Major Armin Köhler, August 1944

 

Ölschutzstaffel:

Staffelkapitän:

Oberleutnant Günther Hannak, April 1942

 

Ergänzungsgruppe:

Gruppenkommandeure:

Oberleutnant Schultz, März 1941

Major Albert Blumensaat, Mai 1941

Major Kurt Fischer, 1. Juli 1941

 

3. Literatur und Quellen:

Prien/Rodeike/Stemmer/Bock, Die Jagdfliegerverbände der Deutschen Luftwaffe 1934 bis 1945, mehrere Bände
Tessin, Georg, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945, Band 14
Wolfgang Dierich: Die Verbände der Luftwaffe 1935 - 1945 - Gliederungen und Kurzchroniken - Eine Dokumentation, Motorbuch-Verlag 1976
Jochen Prien: Geschichte des Jagdgeschwaders 77 . Einsatz des Jagdgeschwaders 77 von 1939 bis 945. Ein Kriegstagebuch nach Dokumenten, Berichten und Erinnerungen. Teil 1: 1934-1941, Teil 2: 1941-1942, Teil 3: 1942-1943, Teil 4: 1944-1945
Michael Holm:www.ww2.dk