Infanterie-Regiment 87
Infanterie-Regiment (mot.) 87

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Infanterie-Regiment 87 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurden die einzelnen Kompanien gestrichen und diese ab Mitte 1940 direkt beim jeweiligen Stab eingetragen. 1940/41 wurde auch eine schwere Kompanie eingetragen. 1941 wurde die Kolonne zur 9. kleine Kraftwagen-Kolonne der Infanterie-Divisions-Kolonne 36 umbenannt. 1942/43 wurde die schwere Kompanie zur schwere Kompanie vom Grenadier-Regiment 87 umbenannt. Alle anderen Einheiten wurden 1943 ebenfalls zu Teilen vom Grenadier-Regiment 87 umbenannt. Die 14. Kompanie wurde gleichzeitig gestrichen.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mitte 1940
Regimentsstab 00107 00107
Stab I. Bataillon 08818 08818 A
1. Kompanie 10911 08818 B
2. Kompanie 01608 08818 C
3. Kompanie 27126 08818 D
4. Kompanie 12295 08818 E
Stab II. Bataillon 15447 15447 A
5. Kompanie 01006 15447 B
6. Kompanie 02850 15447 C
7. Kompanie 26166 15447 D
8. Kompanie 05946 15447 E
Stab III. Bataillon 02456 02456 A
9. Kompanie 02941 02456 B
10. Kompanie 07240 02456 C
11. Kompanie 15303 02456 D
12. Kompanie 05571 02456 E
13. Kompanie 17848 17848
14. Kompanie 00253 00253
schwere Kompanie - ab 40/41 40223
Kolonne 24066 24066 bis 1941

Das Infanterie-Regiment 87 wurde am 15. Oktober 1935 bei der Enttarnung der Verbände nach der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht nach Wiedererlangung der Wehrhoheit im damaligen Wehrkreis IX aufgestellt. Der Regimentsstab wurde in Aschaffenburg, im Wehrkreis IX, aufgestellt. Das I. Bataillon vom Regiment wurde durch das I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 15 in Fulda, ebenfalls Wehrkreis IX, aufgestellt. Das II. Bataillon vom Regiment wurde durch Abgaben der Landespolizei und vom Infanterie-Regiment 36 ebenfalls in Aschaffenburg aufgestellt. Das III. Bataillon vom Regiment wurde durch das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 36 in Butzbach, ebenfalls Wehrkreis IX, aufgestellt. Das Regiment wurde mit der Aufstellung der 9. Infanterie-Division unterstellt. Im Frühjahr 1936 wurde das Regiment dann im Zuge der Besetzung der entmilitarisierten Zone in den Wehrkreis V verlegt. Dort wurde das Regiment der 25. Infanterie-Division unterstellt. Der Regimentsstab kam dabei mit dem II. Bataillon vom Regiment nach Baden-Baden, im Wehrkreis V. Das I. Bataillon vom Regiment wurde dabei in Rastatt, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Das III. Bataillon vom Regiment wurde in Ettlingen, ebenfalls Wehrkreis V, stationiert. Am 6. Oktober 1936 wurde das Regiment zum Infanterie-Regiment 111 umbenannt. Dies geschah in Anlehnung an das 3. Badisches Infanterie-Regiment Markgraf Ludwig Wilhelm Nr. 111. Dabei wurde das III. Bataillon vom Regiment als III. Bataillon an das Infanterie-Regiment 109 abgegeben.

Am 6. Oktober 1936 wurde dafür im Wehrkreis XII ein neues Infanterie-Regiment 87 aufgestellt. Der Regimentsstab wurde dabei in Wiesbaden, im Wehrkreis XII, stationiert. Das I. Bataillon vom Regiment wurde durch das I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 81 in Mainz, ebenfalls Wehrkreis XII, aufgestellt. Das II. Bataillon vom Regiment wurde durch Abgaben der 11. Infanterie-Division ebenfalls in Mainz aufgestellt und vorläufig auch dort stationiert. Das III. Bataillon vom Regiment wurde durch das III. Bataillon vom Infanterie-Regiment 38 ebenfalls in Wiesbaden aufgestellt. Das neue Regiment unterstand nach der Aufstellung der 36. Infanterie-Division. Im Herbst 1937 wurde das II. Bataillon vom Regiment ebenfalls nach Wiesbaden verlegt. Durch Abgaben vom gesamten Regiment wurde Anfang November 1938 auch ein Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 87 ebenfalls in Mainz aufgestellt. Bei Beginn des 2. Weltkrieges bezog das Regiment dann im Spätsommer 1939 im Verband der 36. Infanterie-Division Stellungen an der Westfront. Am 7. Februar 1940 gab das Regiment das II. Bataillon an das Infanterie-Regiment 516 ab. Das Bataillon wurde aus der ganzen Division ersetzt. Am 11. November 1940 wurde das Regiment motorisiert und danach als Infanterie-Regiment (motorisiert) 87 bezeichnet. Die bespannten Teile wurden dabei an das Infanterie-Regiment 426 abgegeben. Am 15. Oktober 1942 wurde das Regiment in Grenadier-Regiment 87 umbenannt.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 87 zuständig.

Regimentskommandeure:

Oberst Kurt Pflugradt Aufstellung - 6. Oktober 1936

Oberst Kurt von der Chevallerie 6. Oktober 1936 - 12. November 1936

Generalmajor Ernst Dehner 12. November 1936 - 14. November 1940

Oberst Walter Fries 15. November 1940 - Umbenennung

 

Literatur und Quellen:

Karl Wahl: Geschichte des Infanterie-Regiments 87, Selbstverlag der Kameradschaft