Infanterie-Regiment 68

 

Feldpostnummern ab der Mobilmachung: Die Einheiten wurden als Teile vom Infanterie-Regiment 68 in der Feldpostübersicht eingetragen. Anfang 1940 wurden die einzelnen Kompanien gestrichen und diese ab Mitte 1940 direkt beim jeweiligen Stab eingetragen. 1941 wurde die Kolonne zur 9. leichte Fahrkolonne der Infanterie-Divisions-Kolonne 23 umbenannt. Alle anderen Einheiten wurden am 3. Februar 1944 zu Teilen vom Grenadier-Regiment 68 umbenannt.

Einheit Feldpostnummer Nummer ab Mitte 1940
Regimentsstab 05854 05854
Stab I. Bataillon 16481 16481 A
1. Kompanie 13370 16481 B
2. Kompanie 20586 16481 C
3. Kompanie 10207 16481 D
4. Kompanie 15226 16481 E
Stab II. Bataillon 26220 26220 A
5. Kompanie 29579 26220 B
6. Kompanie 21834 26220 C
7. Kompanie 17351 26220 D
8. Kompanie 28207 26220 E
Stab III. Bataillon 27493 27493 A
9. Kompanie 15207 27493 B
10. Kompanie 21841 27493 C
11. Kompanie 00039 27493 D
12. Kompanie 29588 27493 E
13. Kompanie 20185 20185
14. Kompanie 05876 05876
Kolonne 00085 00085 bis 1941

Mit freundlicher Genehmigung von: Kannapin, Norbert: Die deutsche Feldpostübersicht (3 Bd.), vollständiges Verzeichnis der Feldpostnummern, Biblio-Verlag (1980), ISBN-10: 3764811838

Das Infanterie-Regiment 68 wurde am 15. Oktober 1935 bei der Enttarnung der Verbände nach der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht nach Wiedererlangung der Wehrhoheit im Wehrkreis III aufgestellt. Der Regimentsstab wurde in Brandenburg an der Havel, im Wehrkreis III, aufgestellt. Das I. Bataillon vom Regiment wurde durch Abgaben der Landespolizei und vom Infanterie-Regiment 8 ebenfalls in Brandenburg aufgestellt. Das II. Bataillon vom Regiment wurde durch Abgaben der Landespolizei und vom Infanterie-Regiment 8 ebenfalls in Brandenburg aufgestellt. Mit der Aufstellung wurde das Regiment dann der neuen 23. Infanterie-Division unterstellt. Am 12. Oktober 1937 wurde dann durch Abgaben des gesamten Regiments auch ein Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 68 in Rathenow, ebenfalls Wehrkreis III, aufgestellt. Im Herbst 1938 wurde dann das Ergänzungs-Bataillon zum I. Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 68 umbenannt. Durch Abgaben des gesamten Regiments wurde gleichzeitig auch ein II. Ergänzungs-Bataillon vom Infanterie-Regiment 68 ebenfalls in Rathenow aufgestellt. Das III. Bataillon vom Regiment wurde erst bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 aufgestellt. Das Regiment wurde dann beim Auftakt zum 2. Weltkrieg im Verband der 23. Infanterie-Division beim Polenfeldzug eingesetzt. Nach dem Polenfeldzug erfolgte am 21. Januar 1940 die Abgabe des II. Bataillons vom Regiment als I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 511. Diese Abgabe wurde dann sofort wieder ersetzt. Am 7. Oktober 1940 erfolgte dann die Abgabe des III. Bataillons vom Regiment als I. Bataillon vom Infanterie-Regiment 418. Auch diese Abgabe wurde daraufhin wieder ersetzt. Zum Sommerbeginn 1941 nahm das Regiment dann im Verband der 23. Infanterie-Division im Ostfeldzug beim Angriff auf Mittelrussland teil. Wegen der schweren Verluste im Winter 1941/42 wurde vom 20. Dezember 1941 bis zum 4. Juli 1942 das Regiment auf ein Bataillon zur Kampfguppe IR 68 zusammengelegt. Zwischen dem 14. September und dem 22. Oktober 1942 unterstand das Regiment der 26. Panzer-Division. Am 27. November 1942 wurde das Regiment dann zum Füsilier-Regiment 68 umbenannt.

Für die Ersatzgestellung des Regiments war das Infanterie-Ersatz-Bataillon 68 zuständig.

Regimentskommandeure:

Generalmajor Hans-Jürgen von Arnim Aufstellung - 4. Februar 1938

Oberst Hans Brabänder 4. Februar 1938 - 25. Oktober 1939

Oberst Ernst Wisselinck Oktober 1939 - Oktober 1941

Oberst Friedrich von Schellwitz 16. Dezember 1941 - 30. Oktober 1942