267. Infanterie-Division

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Die 267. Infanterie-Division wurde am 26. August 1939 im Wehrkreis XI als Division 4. Welle aus den Ergänzungseinheiten des Wehrkreises XI aufgestellt. Nach beendeter Aufstellung wurde die Division im September 1939 in den Raum Düren und später in den Raum Monschau verlegt. Ab dem 10. Mai 1940 nahm die Division am Westfeldzug teil. Aus dem Raum Aachen marschierte sie als Armee-Reserve der 4. Armee nach Belgien über Maubeuge und Cambrai und Douai bis nach Avallon. Anschließend folgte der Einsatz zur Küstensicherung an der Kanalküste. Hier verblieb die Division bis Mai 1941. Am 26. November 1940 Abgabe eines Drittels der Division an die 321. Infanterie-Division. (Stab/467, III./467, III./487, III./497, II./AR 267) Im Mai 1941 folgte die Verlegung nach Polen und ab dem 22. Juni 1941 die Teilnahme am Rußlandfeldzug. Dabei stieß die Division südlich an Brest-Litowsk vorbei über den Bug und marschierte dann über Bobruisk, Rogatschew, Kritschew, Propuisk und Tschernigow bis an die Dessna. Ab Oktober 1941 beteiligte sie sich am Angriff auf Moskau und kämpfte sich über Wjasma, Moshaisk, Schelkowka bis zur Moskwa dicht vor Moskau vor. Hier wurde die Division von der russischen Winteroffensive getroffen, woraufhin sie sich über Nikolskoje, Borowsk, Wereja Rusa in den Raum zwischen Juchnow und Spass-Demensk zurückziehen mußte. In diesem Raum verblieb die Division in den nächsten Monaten. Am 1. Mai 1942 wurde das Infanterie-Regiment 497 aufgelöst, die Reste auf die Division aufgeteilt. Im August 1943 wurden die dortigen Stellungen geräumt, so daß sich die Division über den Ssosh zum oberen Dnjepr absetzte. Schließlich erreichte die Division den Raum um Mogilew. Am 10. Februar 1944 Umgliederung zu einer Division neuer Art 44 mit dem neu aufgestellten Grenadier-Regiment 497. Bei Beginn der russischen Sommeroffensive am 22. Juni 1944 stand die Division zwischen Bobruisk und Mogilew beiderseits des Dnjepr. Bereits am zweiten Kampftag wurde die Division von der Roten Armee zerschlagen. Nur Resten gelang es, sich nach Westen abzusetzen. Am 3. August 1944 wurde die Division dann offiziell aufgelöst.

 

1939

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
September im Antransport 5. Armee C Eifel
Oktober V 4. Armee B Eifel
Dezember VIII 4. Armee B Eifel

 

1940

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar V 4. Armee B Eifel
Mai z. Vfg.   A Belgien
Juli VII 16. Armee A Kanalküste
August XXIII 16. Armee A Kanalküste
Dezember XXXXII 16. Armee A Kanalküste

 

1941

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXXXII 16. Armee A Kanalküste
Februar XXIII 16. Armee A Kanalküste
April VII 16. Armee A Kanalküste
Mai XXXVII 15. Armee D Kanalküste
Juni LIII 4. Armee Mitte Brest-Litowsk
Juli LIII z. Vfg. Mitte Bialystok
August LIII 2. Armee Mitte Bobruisk
September VII 4. Armee Mitte Jelnja, Wjasma
November VII 4. Panzergruppe Mitte Moskau

 

1942

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar VII 4. Panzerarmee Mitte Moshaisk
Februar XX 4. Panzerarmee Mitte Gshatsk
April VII 4. Panzerarmee Mitte Gshatsk
Mai LVI 4. Armee Mitte Juchnow
August XXVII 4. Armee Mitte Spass-Demensk
September LVI 4. Armee Mitte Spass-Demensk

 

1943

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar LVI 4.Armee Mitte Spass-Demensk
Juli XII 4. Armee Mitte Spass-Demensk
September XII 9. Armee Mitte Brjansk
Oktober XXXXI 9. Armee Mitte Mogilew
November LV 9. Armee Mitte Mogilew
Dezember XXXXI 9.Armee Mitte Mogilew

 

1944

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
Januar XXIII 9. Armee Mitte Mogilew
Februar XII 9. Armee Mitte Mogilew
Juli Verbleib unbekannt      

 

2. Divisionskommandeure:

26. August 1939 General der Panzertruppen Ernst Feßmann

1. Juni 1941 Generalleutnant Friedrich-Karl von Wachter

10. November 1941 General der Artillerie Robert Martinek

1. Januar 1942 Generalleutnant Friedrich-Karl von Wachter

24. Januar 1942 Generalleutnant Friedrich Stephan

26. Februar 1942 Generalmajor Karl Fischer

31. März 1942 Generalleutnant Friedrich Stephan

8. Juni 1943 Generalleutnant Otto Drescher

 

3. Gliederung:

Infanterie-Regiment 467

Infanterie-Regiment 487

Infanterie-Regiment 497

Artillerie-Regiment 267

Pionier-Bataillon 267

Feldersatz-Bataillon 267

Panzerabwehr-Abteilung 267

Aufklärungs-Abteilung 267

Infanterie-Divisions-Nachrichten-Abteilung 267

Infanterie-Divisions-Nachschubführer 267

 

4. Literatur und Quellen:

Otto Ludwig Engelbrecht (Hrsg.): Infanterie-Regiment 497 - Gesammelte Berichte und Dokumente aus der Geschichte des Infanterie-Regiments 497 im Zweiten Weltkrieg in der Zeit seines Bestehens vom 26.08.1939 - 06.07.1944, Selbstverlag der Kameradschaft, Osterode 1989

Rolf Hinze: Bug - Moskwa - Beresina (Die Hannoversche Artillerie Band II), Selbstverlag, Preußisch Oldendorf 1978 (1992)

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 8: Die Landstreitkräfte Nr. 201-280, 2. Auflage, Osnabrück 1973


Werner Haupt: Die deutschen Infanterie-Divisionen, 3 Bände, Podzun-Pallas-Verlag


Schematische Kriegsgliederungen 1939 - 1945 BA/MA RH 2/348 bis RH 2/355; RH 2/356K und R 2/769
Kriegstagebücher und sonstige Unterlagen BA/MA RH 26-267/
Kriegsgliederungen der 4. Armee RH 20-4/
Kriegsgliederungen der 16. Armee RH 20-16/


Divisionsschicksale - Deutsches Rotes Kreuz - Erarbeitet vom Suchdienst des DRK München, München 1958 - 1960, Band 1 und 2