36. Waffen-Grenadier-Division der SS

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1. Einsatz und Unterstellung:

Die 36. Waffen-Grenadier-Division der SS wurde am 20. Februar 1945 an der Oderfront aus der SS-Sturmbrigade "Dirlewanger" und den mit ihr eingesetzten Heereseinheiten aufgestellt. Die Division hatte eine Stärke von rund 6.000 Mann. Die Mannschaften waren die meisten disziplinarrechtlich belangte SS- und Wehrmachtsangehörige; 250 waren politische KZ-Häftlinge; noch geringer war die Anzahl der so genannten Asozialen und der gewöhnlichen Kriminellen, die ebenfalls aus KZs der Einheit zugeteilt worden waren. Die Führer und Unterführer wurden durch Abgaben der SS-Junkerschulen verstärkt. Die Division wurde im Kessel von Halbe eingekesselt und dort vernichtet.

 

1945

Datum Armeekorps Armee Heeresgruppe Ort
April (Kgr.) V 4. Panzerarmee Mitte Lausitz (Lagekarte)

 

2. Divisionskommandeure:

5. März 1945 Oberführer Dr. Oskar Dirlewanger

Mai 1945 Brigadeführer Fritz Schmedes


3. Gliederung

Waffen-Grenadier-Regiment der SS 72

Waffen-Grenadier-Regiment der SS 73

SS-Artillerie-Abteilung 36

SS-Füsilier-Kompanie 36

SS-Nachrichten-Kompanie 36

(Heeres-) Pionier-Brigade 687

(Heeres-) Grenadier-Regiment 1244

(Heeres-) schwere Panzerjäger-Abteilung 681

 

4. Literatur und Quellen:

Rolf Michaelis: Die Grenadier-Divisionen der Waffen-SS. Teil 3. Michaelis-Verlag, Erlangen 1995
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 5, Die Landstreitkräfte 31-70. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1976
Werner Haupt: Deutsche Spezialdivisionen 1935 - 1945. Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim, 1995
Rolf Michaelis: Das SS-Sonderkommando Dirlewanger. Der Einsatz in Weißrussland 1941-1944. 2., revidierte Auflage, Michaelis-Verlag, Berlin 2006
Hans-Peter Klausch: Antifaschisten in SS-Uniform. Schicksal und Widerstand der deutschen politischen KZ-Häftlingen, Zuchthaus- und Wehrmachtsgefangenen in der SS-Sonderformation Dirlewanger. Edition Temmen, Bremen 1993