33. Waffen-Grenadier-Division der SS "Charlemagne" (franz. Nr. 1)

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1. Einsatz und Unterstellung:

Die 33. Waffen-Grenadier-Division der SS "Charlemagne" (franz. Nr. 1) wurde am 10. Februar 1945 in Westpreußen durch die Umbenennung der Waffen-Grenadier-Brigade der SS (Charlemagne (franz. Nr. 1) aufgestellt. Die Division, sollte zuerst "Brigade Jeanne d´Arc" heißen, in Erinnerung an eine Einheit gleichen Namens, die bei Franco im Span. Bürgerkrieg diente. Am Ende hat man für die 33. Waffen-Grenadier-Division der SS den Namen "Charlemagne" (="Karl der Große") gewählt. Kaiser Karl der Große, der das Abendland geeinigt hat, und dessen Grab sich in Aachen befindet, wurde zum Symbol des deutsch-französischen Bundes. Das Zeichen der Division - das im Krieg nie getragen wurde - ist dem Gewand des Kaisers entnommen und zeigt auf einem Wappenschild links den germanischen Adler auf Goldgrund und rechts die drei Lilien Frankreichs auf blauem Grund.  Als Erkennungszeichen der "Französisch-Freiwilligen" wurde auf dem rechten Oberarm der Uniform ein Wappenschild mit den Farben der "Tricolore" (blau-weiß-rot) getragen. Noch vor Beendigung der Aufstellung wurde die Division zur 3. Panzerarmee nach Pommern verlegt. Ab dem 25. März 1945 wurde die Division östlich von Neustrelitz eingesetzt und zog sich dann in schweren Kämpfen nach Köslin zurück. Hier wurde die Division eingeschlossen. Kampfgruppen konnten sich bis Kolberg, Schwerin und Neustrelitz durchkämpfen. Eine starke Kampfgruppe unter Führung des Divisions-Kommandeurs erreichte Berlin, wo sie schließlich aufgerieben wurde.

ausführlicher Bericht zur Divisionsgeschichte

 

1945

Datum Armekorps Armee Heeresgruppe Ort
Februar z. Vfg.   Weichsel Pommern
März z. Vfg. 3. Panzerarmee Weichsel Pommern
April in Aufstellung SSFHA   Neustrelitz

 

2. Divisionskommandeure:

SS-Brigadeführer Dr. Gustav Krukenberg

 

3. Gliederung:

Waffen-Grenadier-Regiment der SS 57 (franz. Nr. 1)

Waffen-Grenadier-Regiment der SS 58 (franz. Nr.2)

SS- Artillerie-Abteilung 33

SS-Panzerjäger-Abteilung 33

SS-Pionier-Kompanie 33

SS-Nachrichten-Kompanie 33

SS-Feldersatz-Kompanie 33

 

4. Literatur und Quellen:

Rolf Michaelis: Die Grenadier-Divisionen der Waffen-SS. Teil 3. Michaelis-Verlag, Erlangen 1995
Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945, Band 5, Die Landstreitkräfte 31-70. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1976
Werner Haupt: Deutsche Spezialdivisionen 1935 - 1945. Podzun-Pallas-Verlag, Wölfersheim, 1995
Jean Mabire: Berlin im Todeskampf 1945. Französische Freiwillige der Waffen-SS als letzte Verteidiger der Reichskanzlei. Nebel Verlag, 2001