Eisenbahn-Pionier-Regiment 4
 
Feldpostnummern:

Einheit  Feldpostnummer
Regimentsstab 32862
Stab I. Bataillon 33657
Bauzug Dt.Bau AG 33657 D
Bauzug W. Feine 33657 F
Bauzug Hammers 67 33657 H
Bauzug M. Krause AG 33657 K
Bauzug E. Malitius 33657 EM
Bauzug Morawski & Co. 33657 MC
Bauzug Otto Ouade 33657 O
Stahlbauauzug Gollnow 13 33657 G
1. Kompanie (37) 33528
2. Kompanie (38) 34576 bis 1942

ab 1942 37827

3. Kompanie (39) 35263
4. Kompanie (41) 36166 bis 1942

ab 42 00298

Maschinen-Zug I 23734 nur 41/42

ab Feb/42 27187

Kolonne I 02935 bis Okt/44

ab Okt/44 01355

Stab II. Bataillon 30217
5. Kompanie (42) 37017
6. Kompanie (43) 37827 bis 1942

ab 1942 34576

7. Kompanie (44) 38251 gestr. Jan/45

ab Jan/45 65395

8. Kompanie (45) 39058
Maschinen-Zug II 43268

Das Regiment wurde am 1. April 1940 aufgestellt.  Zur Aufstellung wurden die Eisenbahn-Bau-Kompanien 37-39 und 41-45 verwendet. Das Regiment wurde mit 2 Bataillonen zu 4 Kompanien aufgestellt. Anfangs wurde das Regiment im Westfeldzug beim Stoß durch Belgien verwendet. Es sollte unter anderem in der Nacht vor Angriffsbeginn durch Behelfspanzerzüge möglichst weit nach Westen hinein belgische Bahnlinien in Besitz zu nehmen und die Zerstörung von Objekten am Bahnkörper zu verhindern. Dazu erhielt das Regiment zwei Behelfspanzerzüge zur Verfügung gestellt. Diese Behelfspanzerzüge waren gewöhnliche Dieseltriebwagen der Reichsbahn, feldgrau gestrichen (auch die Fenster) und mit zahlreichen weißen Balkenkreuzen versehen. Sie waren jedoch unbewaffnet und auch nicht gepanzert. Vorne und hinten befand sich eine offene Lore mit einem 60 cm hohen Seitenbord, hinter dem in 35 cm Abstand ein Parallellbord errichtet worden war. Der Zwischenraum war mit Sand gefüllt. Auf jeder dieser Loren fand ein leichtes MG auf Fliegerdreibein Aufstellung. Vor der vorderen MG-Lore war noch eine leere Lore vorgespannt, die als eine Art "Minenräumer" dienen sollte. Der eine Zug hatte aus dem Raum Prüm über die Grenzstation Steinebrück nach Norden in Richtung Malmedy, der andere von Steinebrück nach Südwesten gegen die große Bahnlinie Luxemburg - Lüttich vorzugehen. Als Kampfbesatzung wurden 2 Gruppen des Infanterie-Regiment 45 der 21. Infanterie-Division verwendet. Der nordliche Zug blieb in St. Vith hängen, der südliche Zug in Oudler. Anfang 1942 wurde die 4. Kompanie zur Eisenbahn-Pionier-Kompanie 59. Als Ersatz erhielt das Regiment die 1. Kompanie vom Eisenbahn-Pionier-Regiment 8. Zur gleichen Zeit tauschten die 2. und 6. Kompanie die Bezeichnung. 1942 wurde das Regiment in Nordrussland eingesetzt. Etwa zum gleichen Zeitraum wurden dem Stab vom I. Bataillon mehrere Bauzüge zugegeben, welche die gleiche Feldpostnummer erhielten Ende 1944 stand das Regiment bei der Heeresgruppe Nord. Gegen Ende des Krieges 1945 stand es dann bei der Heeresgruppe Kurland, welche aus der ehemaligen Heeresgruppe Nord hervorgegangen war. Das I. Bataillon befand sich bei der 18. Armee, das II. Bataillon bei der 16. Armee

Personalersatz erhielt das Regiment durch das Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 4 in Sperenberg, im Wehrkreis III.