Divisionsstab z.b.V. 431

 

1. Einsatz und Unterstellung:

Der Stab der Division z.b.V. 431 wurde am 20. Oktober 1943 (erster Aufstellungstag) in Leipzig im Hotel Böhme aufgestellt, um im Anschluss in Polen im Einsatz befindliche Landesschützen-Einheiten zu führen. Der Stab hatte vorerst eine Stärke von:
Kommandeur
Stabsoffizier
Adjutant (Offizier)
2 Unteroffiziere (Schreiber)
3 Soldaten (2 Schreiber, 1 Fahrer)
und wurde in den folgenden Wochen mehrfach erweitert.
Am 3. / 4. November 1939 verlegte der Stab per Bahn nach Schloss Sobotka, etwa 15 km westlich von Kalisch. Auf Befehl des stellvertretenden Generalkommandos des XXI. Armeekorps vom 5. November 1939 übernahm der Divisionsstab am 6. November 1939 den Befehl über die im erweiterten Bereich Kalisch eingesetzten Landesschützen-Verbände und über das Landwehr-Infanterie-Regiment 183. Es bestand das Landwehr-Infanterie-Regiment 183 aus I. und II. Bataillon und dem Landesschützen-Bataillon XXI/XIII, die Regimentsgruppe 3/V aus den Landesschützen-Bataillone XXV/VI, XXVI/VI und XIV/XIII, und die Landesschützengruppe 3/X aus den Landesschützen-Bataillonen IV/II, XVI/II und VIII/III. Anfang Januar 1940 schied das Landwehr-Infanterie-Regiment 183 aus dem Unterstellungsbereich der Division aus. Bis Februar 1940 hatte der Divisionsstab eine Stärke von 6 Offizieren, 3 Beamten, 6 Unteroffizieren und 13 Mannschaften erreicht.
Zum 1. April 1940 wurden die unterstellten Regimenter in Regimentsstäbe z.b.V. 53 und 103 umbenannt, die Landesschützen-Bataillone erhielten arabische Nummern. Am 15. April 1940 schied der Regimentsstab z.b.V. 103 aus dem Divisionsbereich aus. Am 22. April 1940 verlegte das Divisionskommando von Kalisch nach Litzmannstadt, Anfang Juni 1940 folgte schließlich die Verlegung der unterstellten Einheiten.
Laut Verfügung des Wehrkreiskommandos XXI (Ib/A Nr. 224/43 geh) vom 20. März 1943 wurde das Divisionskommando mit Wirkung vom 25. März 1943 aufgelöst. Die Wehrmachtskommandantur Litzmannstadt übernahm die Aufgaben der Division.

 

2. Kommandeure:

20. Oktober 1939 Generalleutnant Emil Zimmermann

25. Oktober 1939 Generalleutnant Hermann Meyer-Rabingen

1. Dezember 1939 Generalleutnant Emil Zimmermann

1. Oktober 1941 Generalleutnant Manfred von Schwerin

Februar 1943 Generalmajor Johann von Stein

 

3. Gliederung:

20. November 1939

Regimentsgruppe 3/X (Regimentsbereich Landkreise Kiescawa, Leslau, Gostynin, Kutno)
    Landesschützen-Bataillon IV/II
    Landesschützen-Bataillon XVI/II
    Landesschützen-Bataillon VIII/III
Landwehr-Infanterie-Regiment 183 (Regimentsbereich Landkreise Leczyen, Kilo, Tarek, Kenin)
    I. Bataillon
    II. Bataillon
    14. Kompanie
    Landesschützen-Bataillon XXI/XIII
Regimentsgruppe 3/V (Regimentsbereich Landkreise Kalisch, Jarotschin, Ostrowo, Kempen, Wielun, Sieradsch, Lodsch, Lask)
    Landesschützen-Bataillon XIV/XIII
    Landesschützen-Bataillon XXV/VI
    Landesschützen-Bataillon XXVI/VI

15. April 1940

Regimentsstab z.b.V. 53 (Kalisch)
    Landesschützen-Bataillon 814 (Leczyca / Lentschütz)
    Landesschützen-Bataillon 476 (Lask)
    Landesschützen-Bataillon 475 (Wielun)
Zur Ausbildung und Ausrüstung unterstellt:
Landesschützen-Bataillon 662 (Lodsch)
Landesschützen-Bataillon 310 (Lodsch)

31. August 1940

Landesschützen-Regiment 53
    Landesschützen-Bataillon 317
    Landesschützen-Bataillon 723
   Standortkommandantur Kalisch